21 March 2026, 10:17

1&1 wehrt sich gegen Verkaufsgerüchte und baut Mobilfunknetz weiter aus

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1&1 CEO Dommermuth schließt Verkauf an Telefónica aus - 1&1 wehrt sich gegen Verkaufsgerüchte und baut Mobilfunknetz weiter aus

Ralph Dommermuth, Chef des Telekommunikationsunternehmens 1&1, hat erneut vehement bestritten, dass es Pläne gebe, Deutschlands viertes Mobilfunknetz zu verkaufen. Trotz anhaltender Rechtsstreitigkeiten und harter Konkurrenz auf dem Markt treibt das Unternehmen seine ehrgeizige Expansionsstrategie weiter voran.

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Zwei Jahre nach dem Start des Netzes auf Basis der Open-RAN-Technologie hat 1&1 stetige Fortschritte gemacht. Bis Ende 2025 erreichte die Netzabdeckung 27 Prozent der deutschen Haushalte – und übertraf damit das von den Regulierungsbehörden gesetzte Ziel von 25 Prozent. Um Versorgungslücken zu schließen, setzt das Unternehmen zudem auf eine Roaming-Vereinbarung mit Vodafone.

Mittlerweile nutzt das Netz rund 12,5 Millionen Mobilfunkkunden. Zwar sind die genauen Wachstumszahlen im Vergleich zu den Mitbewerbern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 nicht öffentlich, doch 1&1 setzt auf eine Strategie aus Premium- und preisbewussten Tarifen. Diese Vorgehensweise hat dazu beigetragen, die Verbraucherkosten in der gesamten Branche zu senken.

Dommermuth übt weiterhin scharfe Kritik an jüngsten regulatorischen Entscheidungen. Er hat die Bundesnetzagentur verklagt, da er die Verlängerung der Niederfrequenzlizenzen für die etablierten Anbieter als rechtswidrig ansieht. Dennoch zeigt er sich offen für pragmatische Zusammenarbeit, etwa beim gemeinsamen Nutzen von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um Kosten zu sparen.

Für die Zukunft plant 1&1, die Netzabdeckung bis Ende 2026 auf 35 Prozent der Haushalte auszuweiten. Dommermuth betonte erneut sein langfristiges Engagement und versicherte, dass es keinerlei Verhandlungen über einen Verkauf des Geschäfts gebe.

Die Expansion von 1&1 hat den deutschen Mobilfunkmarkt bereits verändert – durch mehr Wettbewerb und sinkende Preise. Angesichts der geplanten weiteren Wachstumsschritte und der laufenden juristischen Auseinandersetzungen werden die nächsten Schritte des Unternehmens sowohl von Regulierungsbehörden als auch von Verbrauchern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

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