08 March 2026, 14:15

20.000 protestieren in Berlin für Gleichberechtigung und gegen Frauenhass

Plakat für den Women's Equality Day von Team Redstone, das eine Frau zeigt, die eine Fahne mit der Aufschrift "Women's Equality" hält, sowie Logos und zusätzliche Informationen zum Event am unteren Rand.

Frauentag in Berlin: Lauter Protest für mehr Rechte - 20.000 protestieren in Berlin für Gleichberechtigung und gegen Frauenhass

Tausende Demonstrantinnen und Demonstranten gingen am Internationalen Frauentag in Berlin auf die Straße, um für Gleichberechtigung der Geschlechter zu kämpfen und gegen Gewalt an Frauen zu protestieren. Die Kundgebung, die Teil einer bundesweiten Aktionswelle war, zog zahlreiche Menschen vor das Rote Rathaus, den Sitz des regierenden Berliner Bürgermeisters. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf bis zu 20.000 – deutlich mehr als die zunächst erwarteten 10.000.

Der Protestzug startete in Richtung Rotes Rathaus, wo Plakate mit Botschaften wie "Gleichberechtigung ist kein Raketenwissenschaft" oder "Männer morden nicht aus Liebe" hochgehalten wurden. Viele selbstgemachte Schilder zeigten zudem Solidarität mit iranischen Frauen und griffen den Slogan "Frau, Leben, Freiheit" aus dem Jahr 2022 auf.

Auf der Kundgebung kritisierten Rednerinnen die Bundesregierung für den Abbau des Sozialstaats. Katja Karger, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Berlin-Brandenburg, forderte strengere Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Andere warnten vor der Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen und lehnten Pläne für eine allgemeine Wehrpflicht für Frauen ab.

Veranstaltet wurde die Demonstration von einem Bündnis aus Gewerkschaften und Frauenorganisationen, darunter Verdi, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Initiative "Omas for Future". Auch in München, Köln, Hamburg und Frankfurt fanden ähnliche Proteste statt, an denen sich feministische Gruppen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Initiativen beteiligten, um gesellschaftlichen Wandel einzufordern.

Im Laufe des Nachmittags waren in Berlin weitere Aktionen geplant, die die Forderungen nach Gleichstellung und einem Ende der Diskriminierung in den Fokus rückten.

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Die Berliner Demonstration zog große Aufmerksamkeit auf sich, nachdem die Polizei eine deutlich höhere Teilnehmerzahl als erwartet bestätigte. Die Organisatorinnen betonten anhaltende Kämpfe – von Diskriminierung im Berufsleben bis hin zur globalen Solidarität mit Frauenbewegungen. Die Proteste unterstrichen die anhaltende Forderung nach politischen Reformen und stärkerem rechtlichem Schutz.

Quelle