72-Jähriger kassiert zweimal am Tag Bußgeld wegen fehlendem Sicherheitsgurt
Niklas Neumann72-Jähriger kassiert zweimal am Tag Bußgeld wegen fehlendem Sicherheitsgurt
72-Jähriger aus Wiesbaden zweimal an einem Tag wegen fehlendem Sicherheitsgurt bestraft
Ein 72-jähriger Autofahrer aus Wiesbaden wurde innerhalb eines einzigen Tages zweimal mit einem Bußgeld belegt, weil er keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Der Vorfall ereignete sich während einer Polizeikontrolle in Bad Kreuznach am 12. März 2026 im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne ROADPOL. Die meisten Kraftfahrer hielten sich an die Vorschriften, doch ein Mann weigerte sich hartnäckig, den Gurt anzulegen.
Beamte der Polizeidirektion Bad Kreuznach führten gezielte Verkehrskontrollen zur Überprüfung der Gurtpflicht durch. Die Aktion war Teil der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche, die bis zum 15. März 2026 dauerte. Während die Mehrheit der Fahrer die Regeln befolgte, fiel ein älterer Autofahrer durch sein beharrliches Fehlverhalten auf.
Der 72-Jährige wurde zunächst angehalten, weil er ohne angelegten Sicherheitsgurt fuhr. Statt nachzukommen, stritt er mit den Beamten und stellte infrage, warum das Anschnallen überhaupt notwendig sei. Er erhielt einen Strafbescheid, fuhr jedoch weiter – wieder ohne Gurt.
Nur 200 Meter weiter wurde er erneut wegen desselben Verstoßes kontrolliert. Ein zweites Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet, und die Bußgeldstelle prüft nun, ob eine höhere Strafe verhängt werden soll. Während der Kontrollen nutzten die Beamten die Gelegenheit, um auf die lebensrettende Bedeutung von Sicherheitsgurten hinzuweisen, die schwere oder tödliche Verletzungen bei Unfällen verhindern können.
Ähnliche Aktionen fanden bundesweit statt, unter anderem in der Rheinpfalz, in Hamburg und Sachsen. Eine gesamtdeutsche Statistik über zusätzliche Kontrollen wurde jedoch nicht veröffentlicht.
Dem Mann drohen nun weitere Konsequenzen wegen seiner wiederholten Weigerung, den Gurt anzulegen. Die Polizei betont erneut, dass Sicherheitsgurte Leben retten, indem sie das Risiko schwerer Verletzungen bei Zusammenstößen deutlich verringern. Die ROADPOL-Kampagne zielte darauf ab, diese Botschaft durch gezielte Kontrollen und Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung zu verstärken.