27 April 2026, 14:22

81 Prozent der Deutschen empfinden Vermögensverteilung als ungerecht – und fordern Steuerreformen

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81 Prozent der Deutschen empfinden Vermögensverteilung als ungerecht – und fordern Steuerreformen

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hält den Wohlstand im Land für ungerecht verteilt. Neue Umfrageergebnisse zeigen eine starke öffentliche Unterstützung für höhere Steuern auf große Erbschaften und die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer. Die Zustimmung erstreckt sich über die politischen Lager hinweg, auch wenn es innerhalb bestimmter Wählergruppen weiterhin Unterschiede gibt.

Laut der Umfrage empfinden 81 Prozent der Befragten die Vermögensverteilung als ungerecht. Nur 15 Prozent halten sie für fair. Besonders ausgeprägt ist die Unzufriedenheit in den ostdeutschen Regionen: In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Berlin-Brandenburg bezeichnen 90 Prozent der Befragten das System als ungerecht.

Bei der Frage nach Lösungsansätzen sprechen sich 64 Prozent der Deutschen für die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer aus, während 29 Prozent dagegen sind. Die Unterstützung variiert je nach Partei: 88 Prozent der Wähler der Linken, 87 Prozent der Grünen-Anhänger und 84 Prozent der SPD-Wähler befürworten die Idee. Selbst unter den Unterstützern der Unionsparteien stimmen 62 Prozent zu. Nur bei den AfD-Wählern ist die Meinung gespalten – hier sind 42 Prozent dafür und 52 Prozent dagegen.

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Bei der Erbschaftssteuer wünschen sich 61 Prozent der Deutschen höhere Sätze für große Vermögen, 32 Prozent lehnen dies ab. Auch hier zeigen sich klare parteipolitische Trends: Die Anhänger der Grünen (88 Prozent), der Linken (85 Prozent) und der SPD (78 Prozent) unterstützen die Maßnahme deutlich. Unter Union-Wählern ist die Zustimmung mit 64 Prozent etwas geringer, aber dennoch mehrheitlich vorhanden.

Die Ergebnisse unterstreichen die breite Unzufriedenheit mit der Vermögensungleichheit in Deutschland. Mehrheiten in fast allen großen Parteien befürworten Steuerreformen, die große Erbschaften und Vermögen stärker belasten. Die Umfrage deutet auf möglichen politischen Schwung für entsprechende Gesetzesänderungen hin, auch wenn es insbesondere unter AfD-Anhängern weiterhin Widerstand gibt.

Quelle