Apothekensterben in Deutschland erreicht dramatischen Tiefstand bis Ostern 2025
Jonas KrausApothekensterben in Deutschland erreicht dramatischen Tiefstand bis Ostern 2025
Apothekennetz in Deutschland auf kleinstem Stand seit fast 50 Jahren
Finanzielle Belastungen haben seit 2013 jede fünfte Apotheke zur Schließung gezwungen – zum Ostern 2025 werden nur noch 16.601 Betriebe übrig sein. Besonders hart trifft es Rheinland-Pfalz: Allein in den letzten drei Jahren mussten dort 99 Apotheken dichtmachen.
Zwischen 2022 und Ostern 2025 sank die Zahl der Apotheken im Land von 892 auf 793. Bis Ostern 2025 werden voraussichtlich weitere 26 geschlossen haben. Lokale Verantwortliche warnen bereits, dass die schrumpfende Versorgung mit Medikamenten bald zu einem ernsthaften Problem für die Bevölkerung werden könnte.
Die Krise hat die Politik zum Handeln veranlasst. Als Reaktion kündigte die Bundesregierung eine Reform der Apothekengebühren an, die am 1. April 2026 in Kraft treten soll. Ziel der Maßnahmen ist es, den angeschlagenen Sektor zu stabilisieren und die Arzneimittelversorgung in ganz Rheinland-Pfalz und bundesweit zu sichern. Seit Jahren kämpfen Apotheken mit wachsenden finanziellen Schwierigkeiten – und seit 2013 bleibt die Schließungsrate landesweit konstant hoch, ohne Anzeichen einer Besserung. Ohne Gegenmaßnahmen droht Experten zufolge noch mehr Gemeinden den Verlust ihrer vor Ort ansässigen Apotheken.
Die Gebührenanpassungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Zahl der aktiven Apotheken einen historischen Tiefstand erreicht hat. Mit nur noch 16.601 verbleibenden Betrieben bundesweit sollen die Reformen weitere Schließungen stoppen und den Patientenzugang zu Medikamenten schützen. Die Apothekerkammer Rheinland-Pfalz beobachtet die Entwicklung weiterhin genau und betont die Dringlichkeit wirksamer Unterstützung.
