06 March 2026, 12:19

Apotheker attackiert Grüne: "Was haben Ihnen die Apotheken in Deutschland getan?"

Ein Plakat mit Text über Preisunterschiede bei Arzneimitteln im Jahr 2022, das ein paar Flaschen und eine Spritze zeigt.

Apotheker attackiert Grüne: "Was haben Ihnen die Apotheken in Deutschland getan?"

Ein hitziger Streit ist zwischen einem örtlichen Apotheker und einer gesundheitspolitischen Sprecherin der Grünen über die Zukunft der Apotheken in Deutschland entbrannt. Zafer Arslan, Inhaber der Apotheke an der Post in Wermelskirchen, konfrontierte Paula Piechotta direkt mit ihrer Kritik am Apotheken-Versorgungsstärkungsgesetz und hinterfragte ihre Haltung zu der in Bedrängnis geratenen Branche in Deutschland.

Ausgelöst wurde die Auseinandersetzung, als Piechotta sich gegen eine pauschale Erhöhung der festen Abgabegebühr aussprach und diese als ungerecht bezeichnete. Eine solche Maßnahme würde ihrer Meinung nach die strukturellen Probleme des Apothekenwesens in Deutschland nicht lösen. Arslan reagierte mit einer scharf formulierten E-Mail und forderte Klarheit über ihre Position.

Er verwies auf die schrumpfende Zahl der Apotheken in Deutschland – bis Ende 2025 werden nur noch 16.601 übrig sein, der niedrigste Stand seit 1978. Allein 2023 schlossen rund 500 Apotheken, wobei die genauen Zahlen zu Insolvenzen unklar bleiben. Arslan betonte, dass viele um ihr Überleben kämpften und mit wirtschaftlichen Belastungen konfrontiert seien, die in der öffentlichen Wahrnehmung kaum präsent seien.

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In seiner Nachricht fragte er Piechotta: "Was haben Ihnen die Apotheken in Deutschland getan?" und "Wo sehen Sie genau das Problem bei den deutschen Apotheken?" Er unterstrich, dass lokale Apotheken die Arzneimittelversorgung sicherten, persönliche Beratung böten und Notdienste abdeckten – und das alles, während sie finanzielle Risiken trügen, ohne dass ihre Einnahmen an die Inflation angepasst würden. Arslan wies zudem darauf hin, dass Ärzte in den vergangenen Jahren Gehaltserhöhungen erhalten hätten, ohne dass Piechotta dies ähnlich kritisch hinterfragt hätte.

Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen um die Finanzierung und den Fortbestand der Apotheken in Deutschland. Arslans Bedenken spiegeln die größeren Sorgen vor Schließungen und Einschnitten bei den Dienstleistungen wider. Piechottas Ablehnung der Gebührenerhöhungen stößt nun auf direkten Widerstand bei denen, die die betroffenen Betriebe führen.

Quelle