Baugewerbe 2024: Wohnungsbau wächst trotz explodierender Materialkosten
Emma WernerBaugewerbe 2024: Wohnungsbau wächst trotz explodierender Materialkosten
Baugewerbe zeigt gemischte Entwicklung zu Beginn des Jahres 2024
Der Bausektor präsentierte sich im frühen Jahr 2024 mit uneinheitlichen Ergebnissen. Während der Tiefbau in allen Hauptbereichen das Wachstum anführte, kämpfte der Nichtwohnungsbau mit Rückgängen. Steigende Materialkosten belasteten weiterhin die Gewinnmargen vieler Unternehmen.
Die Auftragseingänge im Baugewerbe stiegen in den ersten vier Monaten des Jahres 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent. Der Wohnungsbau stach als einziges Segment innerhalb des Nichtwohnungsbaus hervor und verzeichnete sowohl höhere Umsätze als auch mehr Neuaufträge als 2023.
Im April 2024 stieg der Umsatz im Wohnungsbau nominal um 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Neuaufträge in diesem Bereich legten sogar um 8,9 Prozent zu. Auch der Gewerbe- und Industriebau trug positiv bei: Hier erhöhten sich die Umsätze um 6,8 Prozent, während die Auftragseingänge um 2,6 Prozent zunahmen.
Der öffentliche Bau verzeichnete im April 2024 einen nominalen Umsatzanstieg von 5,3 Prozent. Die Anzahl der vergebenen Aufträge in diesem Segment wuchs gegenüber März 2024 um 2,2 Prozent. Allerdings blieb der kumulierte Umsatz von Januar bis April 2024 nominal unverändert im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Materialkosten explodierten branchenweit. Holz, Metalle, mineralische Baustoffe und Transportbeton verzeichneten deutliche Preisanstiege. Besonders stark stieg der Bitumenpreis: Im Mai 2024 lag er 31,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres – maßgeblich bedingt durch die Konflikte in der Straße von Hormus.
Die Branche steht weiterhin unter Druck durch die stark gestiegenen Materialkosten. Trotz Wachstum in einzelnen Segmenten bleiben enge Gewinnspannen eine Herausforderung. Die Unternehmen müssen sich anpassen, um in den kommenden Monaten Stabilität zu wahren.
