19 March 2026, 10:29

Bayerische Ampeln zeigen nun Feldhasen, Pumuckl und Würstchenverkäufer

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht spielt Instrumente und trägt Fahnen, während sie eine Straße mit Gebäuden, Pflanzen und einem Schild entlanggehen, mit einem Hügel und einem blauen Himmel im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppe weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Ampeln zeigen nun Feldhasen, Pumuckl und Würstchenverkäufer

Fußgängerampeln in Bayern erhalten ein kulturelles Update

In mehreren bayerischen Städten bekommen Fußgängerampeln ein lokales Gesicht: Statt der standardmäßigen grünen Figur leuchten nun regionale Symbole auf – vom Nürnberger Feldhasen bis zum Hofer Würstchenverkäufer "Wärschtlamo". Der Trend spiegelt nicht nur Heimatstolz wider, sondern zeigt auch, wie kreativ Kommunen mit Vorschriften umgehen.

Den Anfang machte Augsburg, wo nach einer Sondergenehmigung der Schwäbischen Landesregierung die Figur des "Kasperl" – einer traditionellen Handpuppenfigur – an Ampeln installiert wurde. Andere Städte zogen nach, allerdings nicht immer mit offizieller Erlaubnis. Nürnberg etwa setzte seine Ampel mit dem "Feldhasen" nach einem Gemälde Albrecht Dürers einfach um – ohne Rücksprache mit übergeordneten Behörden. Damit trägt die Stadt nun die volle Verantwortung für Betrieb und mögliche Sicherheitsrisiken.

München geht vorsichtiger vor: Drei Ampeln mit dem frechen Kobold "Pumuckl" sollen bis Anfang 2025 im Stadtteil Lehel aufgestellt werden. Straubing zeigt dagegen den "Bruder Straubinger", eine lokale Volksfigur, während in Dachau die Ampelmännchen in traditioneller bayerischer Tracht gekleidet sind. Deggendorf wieder setzt auf eine Frau, die Knödel wirft – eine Hommage an die kulinarische Tradition der Region.

In Hof stieß das Vorhaben, den "Wärschtlamo" als Ampelsymbol einzuführen, zunächst auf Widerstand. Nach einer Absage sprang die SPD-Stadtratsfraktion ein, finanzierte das Redesign und setzte die Genehmigung schließlich durch. Das bayerische Innenministerium bevorzugt zwar aus Gründen der Klarheit standardisierte Signale, lässt den Kommunen aber Spielraum für Experimente.

Die Bürger begrüßen die Veränderungen, und das positive Feedback spornt weitere Städte an, eigene Motive umzusetzen. Die Ampeln sind nicht nur ein verspielter Ausdruck lokaler Identität, sondern verändern auch subtil das städtische Erscheinungsbild.

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Der Trend hält unvermindert an: München und Nürnberg haben für ihre geplanten Installationen bereits offizielle Genehmigungen erhalten. Zwar bleiben Sicherheits- und Rechtsfragen zu klären, doch die wachsende Zahl der thematischen Ampeln zeigt, wie Städte Regulierung und kulturellen Ausdruck in Einklang bringen. Vorerst können Fußgänger in Bayern die Straße also unter den wachsamen Blicken von Hasen, Kobolden und Würstchenverkäufern überqueren.

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