Behandlungsfehler erreichen 2025 Rekordhoch – TK fordert mehr Transparenz und Reformen
Niklas NeumannBehandlungsfehler erreichen 2025 Rekordhoch – TK fordert mehr Transparenz und Reformen
Die Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 7.540 Verdachtsfälle von Behandlungsfehlern – ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Krankenversicherer fordert nun mehr Transparenz bei der Aufarbeitung solcher Vorfälle.
Mit 29 Prozent entfiel der größte Anteil der Meldungen auf chirurgische Eingriffe. Es folgten Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent sowie Gynäkologie und Geburtshilfe mit 11 Prozent. Zusammen machten diese drei Fachbereiche über die Hälfte aller gemeldeten Fälle aus.
Der Behandlungsfehler-Experte der TK, Jonas Petersen, verwies auf rechtliche Hürden, die eine proaktive Benachrichtigung betroffener Versicherter verhindern. Gleichzeitig sprach sich TK-Chef Jens Baas für ein zentrales Meldesystem aus, um die Kontrolle zu verbessern. Zudem forderte er eine stärkere Kultur der Verantwortung im Gesundheitswesen.
Bei den bestätigten Fällen führte etwa jeder dritte zu offiziellen disziplinarischen oder juristischen Verfahren. Die aktuellen Zahlen unterstreichen eine zunehmende Zahl von Fehlbehandlungsvorwürfen in zentralen medizinischen Bereichen. Die Vorschläge der TK zielen darauf ab, systematische Lücken in der Meldung und Kommunikation zu schließen. Ob es zu Änderungen kommt, hängt jedoch von Anpassungen der geltenden Gesetze und Gesundheitspolitik ab.






