14 April 2026, 04:16

Berlin schlägt gegen organisierte Kriminalität zu: 120 illegale Spielautomaten beschlagnahmt

Schwarz-weißer Architekturplan von Berlin von Güller, mit Gebäuden, Bäumen und Masten mit Text unten.

Berlin schlägt gegen organisierte Kriminalität zu: 120 illegale Spielautomaten beschlagnahmt

Berliner Behörden beschlagnahmen 120 illegale Spielautomaten bei Großrazzia gegen organisierte Kriminalität

Bei einer großangelegten Aktion gegen die organisierte Kriminalität haben die Berliner Behörden 120 illegale Spielautomaten sichergestellt. Die Razzia richtete sich gegen mutmaßliche kriminelle Netzwerke, die mit nicht lizenziertem Glücksspiel in Verbindung stehen. Nach Schätzungen der Ermittler erwirtschafteten die beschlagnahmten Geräte rund 180.000 Euro aus illegalen Einnahmen.

Rund 400 Beamte verschiedener Behörden durchsuchten 74 Objekte in der gesamten Stadt. Ziel der Operation war es, die finanziellen Strukturen der organisierten Kriminalität zu zerschlagen. Innensenatorin Iris Spranger (parteilos) bestätigte, dass weitere gemeinsame Einsätze folgen werden, um das illegale Glücksspiel einzudämmen.

Die beschlagnahmten Gelder unterliegen nun dem Vermögensabschöpfungsverfahren. Seit August 2023 haben die Behörden bereits 330.000 Euro sichergestellt; in laufenden Verfahren geht es um strittige Beträge von über zwei Millionen Euro. Die insgesamt gesicherten Vermögenswerte in diesen Ermittlungen belaufen sich auf etwa sieben Millionen Euro.

Justizsenator Felor Badenberg (parteilos) betonte, wie wichtig es sei, die Finanzströme der Kriminalität zu unterbinden, indem illegal erwirtschaftete Gewinne angegriffen werden. Der Berliner Senat setzt sich zudem für eine Änderung des Bundesrechts ein, um die Beweislast umzukehren. Demnach müssten Verdächtige nachweisen, dass ihr Vermögen aus legalen Einkünften stammt – andernfalls droht der Verlust.

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Illegale Spielautomaten bleiben ein zentrales Ziel der Strafverfolgungsbehörden, da sie als wichtige Einnahmequelle für kriminelle Organisationen gelten. Die aktuelle Razzia markiert einen weiteren Schritt im Kampf Berlins gegen die finanziellen Netzwerke der organisierten Kriminalität. Sollten die geplanten Gesetzesänderungen in Kraft treten, wird es für Verdächtige schwieriger, die Legalität ihres Vermögens zu belegen. Die beschlagnahmten Automaten und Gelder werden nun in Einziehungsverfahren überführt.

Quelle