01 May 2026, 04:19

Berliner Frauen*-Marsch endet mit Spannungen und Festnahmen vor dem 1. Mai

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Demonstration durch die Straße marschieren, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit einem Gebäude mit Arkaden, Säulen und Skulpturen im Hintergrund.

Berliner Frauen*-Marsch endet mit Spannungen und Festnahmen vor dem 1. Mai

Berlin bereitet sich auf große Kundgebungen zum Vorabend des 1. Mai vor

Am Donnerstagabend versammelten sich in Berlin-Kreuzberg über 2.000 Menschen zum traditionellen Frauen*-Marsch. Die Polizei berichtete von einer angespannten Stimmung mit vereinzelten Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen während der Veranstaltung.

Die Demonstration startete am Kottbusser Damm und zog in Richtung Köpenicker Straße. Die Organisatorinnen beschrieben die Kundgebung als Protest gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung sowie gegen übergeordnete gesellschaftliche Strukturen. Teilnehmerinnen trugen Plakate und skandierten Parolen, mit denen sie sich gegen das wehrten, was sie als "patriarchales System" bezeichneten.

Laut Polizeangaben nahmen etwa 2.600 Menschen am Marsch teil. Während der Veranstaltung wurden Pyrotechnik gezündet und in Einzelfällen Gegenstände auf Beamte geworfen. Vier Fälle von Sachbeschädigung wurden registriert, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Eine Person wurde vorläufig festgenommen, weil sie angeblich eine Beamtin beleidigt haben soll.

Die Kundgebung endete rund zehn Minuten früher als geplant – vermutlich aufgrund der zunehmenden Spannungen. Bereits am Donnerstag hatte die Polizei rund 1.800 Einsatzkräfte in der Stadt im Einsatz, unter anderem während der Walpurgisnacht-Feiern. Für die erwarteten Proteste am Freitag wollen die Behörden ihre Präsenz auf 5.300 Beamte erhöhen.

Die Stimmung blieb den gesamten Abend über sichtbar angespannt. Trotz der Zwischenfälle betonten die Organisatorinnen, dass die Demonstration ein notwendiger Akt des Widerstands gegen strukturelle Unterdrückung sei.

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Der Frauen*-Marsch endete ohne größere Eskalation, wenn auch kleinere Störungen gemeldet wurden. Da für Freitag weitere Kundgebungen geplant sind, verstärkt die Berliner Polizei ihre Maßnahmen. Die Behörden werden die Lage genau beobachten, während die Proteste in den 1. Mai hinein andauern.

Quelle