Bidirektionales Laden revolutioniert die E-Mobilität – BMW und VW ziehen nach
Lukas BauerBidirektionales Laden revolutioniert die E-Mobilität – BMW und VW ziehen nach
Bidirektionales Laden wird immer verbreiteter, da Automobilhersteller und Technologieunternehmen ihr Angebot ausbauen. BMW und Volkswagen bieten mittlerweile eigene Ladestationen für Elektrofahrzeuge an, die einen Stromfluss sowohl zum als auch vom Auto ermöglichen. Gleichzeitig machen Unternehmen wie Ambibox und Solar Manager die Technologie durch die Integration in häusliche Energiesysteme nutzerfreundlicher.
BMW verkauft aktuell die Wallbox Professional, einen Gleichstrom-Ladepunkt mit bidirektionaler Funktion, für rund 2.100 Euro über seinen Konfigurator. Volkswagen hingegen plant, das bidirektionale Laden bei seinen ID. Charger Pro-Modellen durch Software-Updates und Hardware-Anpassungen zu ermöglichen.
Die Ambibox, entwickelt vom Mainzer Unternehmen Ambibox, hat sich als flexible Lösung für bidirektionales Laden etabliert. Oft von Autoherstellern unter eigenem Namen vermarktet, lässt sie sich nun mit der Energiemanagement-Plattform von Solar Manager kombinieren, die über 700 Komponenten unterstützt – darunter Systeme von Evtec und Sun2Wheel. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Nutzern, die Interaktion der Fahrzeugbatterie mit dem heimischen Energiespeicher zu steuern, die Effizienz zu erhöhen und das Zielladen zu optimieren.
Laut Ambibox-CEO Manfred Przybilla verbindet bidirektionales Laden E-Mobilität, erneuerbare Energien und Energiemärkte. Solar Manager ergänzt, dass die Kombination dieser Technologie mit bestehenden Geräten praktische Vorteile für Haushalte und das gesamte Energiesystem bietet. Während der Fokus heute vor allem auf Vehicle-to-Home (V2H)-Anwendungen liegt, werden auch Vehicle-to-Grid (V2G)-Lösungen entwickelt.
Die Zahl der Elektrofahrzeuge, die bidirektionales Laden unterstützen, wächst stetig. Viele Modelle werden durch einfache Software-Updates "bidirektional bereit" und machen die Technologie so zugänglicher.
Immer mehr Automobilhersteller und Technologieanbieter setzen auf bidirektionales Laden und bieten Fahrern neue Möglichkeiten zur Energieverwaltung. Mit Systemen wie Ambibox und Solar Manager können Nutzer die Batterien nun sowohl als Speicher als auch zum Laden optimieren. Mit der weiteren Verbreitung der Technologie wird erwartet, dass sie eine wichtige Rolle bei der Integration erneuerbarer Energien und der Netzstabilität spielen wird.
