BioNTech-Gründer verlassen Führung – doch ihr neues Projekt startet durch
Lukas BauerBioNTech-Gründer verlassen Führung – doch ihr neues Projekt startet durch
Die Gründer von BioNTech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, werden bis Ende 2025 aus ihren Führungspositionen ausscheiden. Das Duo plant, ein neues Unternehmen zu gründen, das sich auf die Entwicklung zukunftsweisender Medikamente konzentriert. Ihr Rückzug hat bereits Wellen auf dem Markt geschlagen – der Wert von BioNTech brach nach der Bekanntgabe deutlich ein.
Sahin und Türeci hatten BioNTech 2007 gemeinsam mit den Strüngmann-Brüdern und drei weiteren Partnern gegründet. Trotz ihres Rückzugs aus der Unternehmensführung behalten sie einen Anteil von 15 Prozent an BioNTech. Die Strüngmann-Brüder, die rund 44 Prozent der Anteile halten, bekräftigten ihr Engagement – Thomas Strüngmann gab sogar an, während des jüngsten Kursrückgangs weitere Aktien erworben zu haben.
Der Markt reagierte prompt auf die Nachricht. Analysten wie Goldman Sachs und Jefferies senkten ihre Kursziele, behielten jedoch beide die Einstufung "Kaufen" bei. Die Marktkapitalisierung von BioNTech liegt nun bei etwa 19,77 Milliarden Euro (rund 21 Milliarden Dollar) – ein Rückgang von fast 20 Prozent seit der Ankündigung. Die Aktie notiert zwischen 83,89 und 90,89 Dollar.
Auch das neue Vorhaben von Sahin und Türeci wird von den Strüngmann-Brüdern unterstützt. Thomas Strüngmann bestätigte ihre Zusage: "Wir haben Ugur versprochen, dass wir entsprechend investieren werden." Ihre langjährige Partnerschaft reicht bis in die frühen Tage von BioNTech zurück, als sie entscheidende Anfangsfinanzierungen bereitstellten.
Sahin und Türeci verlassen zwar die Führungsetage von BioNTech, bleiben aber wichtige Anteilseigner. Die Strüngmann-Brüder, die einen beträchtlichen Anteil halten, zeigen keine Anzeichen, ihr Engagement zu verringern. Stattdessen wollen sie das neue, forschungsorientierte Unternehmen der Gründer finanzieren – und so die Zusammenarbeit über BioNTech hinaus fortsetzen.