17 June 2026, 17:58

Brandenburgs Schulen öffnen sich für Bundeswehr-Debatten über Sicherheitspolitik

Deutsche Militärjugendoffiziere können Schulen besuchen

Brandenburgs Schulen öffnen sich für Bundeswehr-Debatten über Sicherheitspolitik

Brandenburgs Bildungsministerium und die Bundeswehr unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur Stärkung der Bildungszusammenarbeit

Das Brandenburgische Bildungsministerium und die Bundeswehr haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die langjährige Zusammenarbeit zwischen Schulen und dem Militär auf eine formelle Grundlage zu stellen. Im Mittelpunkt des Abkommens steht die Förderung von Diskussionen über Sicherheitspolitik und bürgerliche Verantwortung.

Im Rahmen der Vereinbarung können Jugendoffiziere der Bundeswehr als externe Referenten in den Unterricht eingeladen werden. Ihre Aufgabe wird es sein, Debatten über deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, globales Krisenmanagement sowie europäische Sicherheitsinteressen anzuregen. Die Schulen entscheiden selbst, ob sie die Offiziere einladen, wobei alle Gespräche im Einklang mit dem bestehenden Lehrplan stehen müssen.

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Die Offiziere werden sich dabei an die Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses halten. Das bedeutet, sie dürfen keine Indoktrination betreiben und müssen die Schülerinnen und Schüler vielmehr dazu anhalten, sich ein eigenes kritisches Urteil zu bilden. Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, betonte die Bedeutung einer vielperspektivischen Auseinandersetzung mit sicherheitspolitischen Themen.

Ziel der Vereinbarung ist es, Schülerinnen und Schülern Einblicke in staatliche Verantwortung und die Komplexität moderner Sicherheitsherausforderungen zu vermitteln. Die BSW-Fraktion im Landtag übt jedoch scharfe Kritik an der Initiative und bezeichnet sie als „institutionalisierte Kriegspropaganda“ an Schulen. Die Gruppe fordert die sofortige Aussetzung des Vorhabens.

Das neue Rahmenabkommen ermöglicht es den Schulen, Jugendoffiziere nach eigenem Ermessen einzuladen. Die Vereinbarung soll informierte Debatten und kritisches Denken unter den Schülerinnen und Schülern fördern. Der Widerstand der BSW hat bereits zu Forderungen nach einer Rücknahme des Beschlusses geführt.

Quelle