06 May 2026, 16:16

Braunschweigs Großer Hof wird zum 60-Millionen-Euro-Projekt für nachhaltige Stadtentwicklung

Eine detaillierte Stadtkarte mit einem zentralen grünen Bereich, der für die geplante Entwicklung markiert ist, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweigs Großer Hof wird zum 60-Millionen-Euro-Projekt für nachhaltige Stadtentwicklung

Braunschweigs Großer Hof steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Stadtverwaltung plant, das Viertel als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen, um langjährige Missstände zu beheben. Geplant ist eine 60-Millionen-Euro-Umgestaltung, finanziert durch Mittel der Kommune, des Landes und des Bundes.

Der Großer Hof leidet derzeit unter erheblichen Problemen: Zwei Schulen wurden geschlossen, und das Gelände wird vor allem von Parkplätzen geprägt. Stadtplaner bezeichnen die Gegend als architektonisch vernachlässigt – ein dringender Handlungsbedarf besteht.

Im Mittelpunkt der Neugestaltung stehen die Verringerung der Autonutzung und die Förderung kreativer Räume. Geplant sind neue Wohngebäude, eine Quartiersgarage sowie Flächen für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler und die Kreativwirtschaft. Zudem sollen soziale Infrastruktur und aufgewertete Grünflächen das Bild prägen.

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Grundlage des Projekts ist ein preisgekröntes Entwurfskonzept eines Hamburger Architekturbüros aus dem Jahr 2024. Um die Finanzierung zu sichern, bewerbt sich die Stadt um Fördermittel aus dem Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Braunschweig hat bereits 7,9 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bereitgestellt.

Sollte der Stadtrat zustimmen, könnte die Umgestaltung die Zukunft des Viertels entscheidend prägen. Die Lage am Rande der Innenstadt erhöht den Druck, trotz schwieriger Rahmenbedingungen zügig zu handeln.

Das 60-Millionen-Projekt zielt darauf ab, den Großer Hof mit Wohnraum, kreativen Flächen und grünerer Infrastruktur zu beleben. Über die nächsten Schritte entscheidet der Antrag auf zusätzliche Fördergelder. Bei Erfolg könnte das Vorhaben zum Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung in Braunschweig werden.

Quelle