Breitachklamm: Warum rücksichtslose Besucher das Naturwunder gefährden
Lukas BauerBreitachklamm: Warum rücksichtslose Besucher das Naturwunder gefährden
Breitachklamm: Beliebtes Naturjuwel bei Oberstdorf gerät wegen Besucherverhaltens in die Kritik
Die Breitachklamm, eine gefragte Naturattraktion in der Nähe von Oberstdorf, steht diesen Winter wegen des Verhaltens einiger Besucher in der Kritik. Berichten zufolge kam es zu Beschädigungen der empfindlichen Eisförmationen. Trotz der Bedenken zieht die Schlucht weiterhin große Menschenmengen an – allein im Januar 2026 zählte man über 20.000 Besucher.
Die seit 1905 für die Öffentlichkeit zugängliche Klamm ist nach wie vor ein Touristenmagnet. Von Oberstdorf-Tiefenbach und dem Kleinwalsertal aus erreichbar, bietet sie malerische Rundwanderwege und Höhenpfade. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, für Kinder 2,50 Euro.
In letzter Zeit häufen sich jedoch Vorfälle, die Fragen zum Verhalten der Gäste aufwerfen. Ein Nutzer auf Reddit berichtete verärgert, wie zwei Kinder Eiszapfen abbrachen und herumwarfen, während die Eltern die missbilligenden Blicke anderer ignorierten. Mittlerweile greift das Personal ein und warnt Besucher, wenn es größere Schäden an den Eisförmationen bemerkt.
Dominik Fritz, der Betriebsleiter der Klamm, räumt das Problem ein, relativiert es jedoch: Die Schäden seien ein "geringfügiges Phänomen" und kein flächendeckendes Problem. Unterdessen verzeichnen die allgemeinen Tourismuszahlen für Oberstaufen einen Anstieg bei Ankünften und Übernachtungen – exakte Besucherzahlen speziell für die Breitachklamm zu Beginn des Jahres 2026 liegen allerdings noch nicht vor.
Die Verwaltung der Schlucht beobachtet die Lage zwar genau, hat aber bisher keine verschärften Maßnahmen ergriffen. Die Besucherzahlen bleiben hoch, und die Klamm ist wie gewohnt geöffnet. Vorerst setzt man auf Ermahnungen, um die Eisförmationen vor weiteren Schäden zu schützen.
