Bundespolizei entdeckt 1.020 Küken in überfüllten Kartons bei Routinekontrolle
Niklas NeumannRheinland-Pfalz: Bundespolizei entdeckt über tausend Küken im Auto - Bundespolizei entdeckt 1.020 Küken in überfüllten Kartons bei Routinekontrolle
Bundespolizei in Rheinland-Pfalz macht ungewöhnlichen Fund bei Routinekontrolle
Bei einer standardmäßigen Grenzüberprüfung haben Beamte der Bundespolizei in Rheinland-Pfalz einen skurrilen Fund gemacht: In einem Kleinwagen entdeckten sie über 1.000 Küken, die in Pappkartons mit kaum Belüftung zusammengepfercht waren. Die Tiere hatten weder Zugang zu Futter noch zu Wasser – ein eklatanter Verstoß gegen Tierschutzbestimmungen.
Der Vorfall ereignete sich, als die Polizisten ein Fahrzeug mit drei jungen Männern in Grenznähe anhielten. Im Inneren fanden sie 1.020 gerade geschlüpfte Küken, die in Kartons mit nur kleinen Luftlöchern gestapelt waren. Der 20-jährige Fahrer gab an, die Vögel im Auftrag eines Bekannten von Frankreich aus zu einem Geflügelbetrieb in Niedersachsen zu transportieren.
Auf Nachfrage konnte der Fahrer jedoch keine Unterlagen für den Transport vorlegen. Erst später reichte der Betreiber des Zielbetriebs ein Gesundheitszeugnis für die Küken nach. Trotz der fragwürdigen Bedingungen beschlagnahmten die Behörden die Tiere nicht – angesichts der späten Uhrzeit und der schieren Menge ließ man den Fahrer weiterfahren.
Mittlerweile wurde der Fall an das Veterinäramt Germersheim übergeben. Die Behörden prüfen nun, ob gegen tierschutzrechtliche Vorschriften verstoßen wurde.
Die Küken erreichten zwar ohne weitere Zwischenfälle ihr Ziel, doch der Vorfall hat ein offizielles Prüfverfahren ausgelöst. Sollten Verstöße gegen Transportvorschriften festgestellt werden, drohen den Verantwortlichen Strafen. Die endgültige Entscheidung hängt von den Ermittlungsergebnissen des Veterinäramts ab.
