26 June 2026, 16:13

Bundestag beschließt umstrittenes Infrastruktur-Beschleunigungsgesetz für Milliardenprojekte

Bundestag beschließt Gesetz für schnellere Verkehrsprojekte

Bundestag beschließt umstrittenes Infrastruktur-Beschleunigungsgesetz für Milliardenprojekte

Der Bundestag hat ein neues Beschleunigungsgesetz verabschiedet, um Großprojekte im Straßen-, Schienen- und Wasserwegsbau zu beschleunigen. Die Maßnahme soll Genehmigungsverfahren für Vorhaben fördern, die aus einem 500-Milliarden-Euro-Sonderfonds für Infrastruktur finanziert werden. Bestimmte Projekte werden dabei als von „höchstem öffentlichen Interesse und öffentlicher Sicherheit“ eingestuft, um sie vorrangig zu behandeln.

Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) verteidigte das Gesetz und betonte, es werde Verzögerungen bei der kritischen Infrastruktur verhindern. Die Neuregelung solle Planungsprozesse für Straßen und Schienennetze straffen, so der Minister.

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Aus der Opposition gab es Kritik an den Änderungen. Die Grünen-Abgeordnete Swantje Henrike Michaelsen warf der Regierung vor, den Umweltschutz auszuhebeln. Der AfD-Politiker Ulrich von Zons warnte vor möglichen Enteignungen und behauptete, das Gesetz schaffe keine faire Interessenabwägung mehr. Jorrit Bosch von der Linken verwies auf unterbesetzte Behörden als zentrales Hindernis in den Planungsverfahren.

Das Gesetz ändert zahlreiche verfahrensrechtliche, planerische und umweltbezogene Vorschriften, um Projekte zu beschleunigen. Nun bedarf es noch der endgültigen Zustimmung des Bundesrates. Während die Regierung den Fokus auf Autobahnen und Schienen legt, fordern Oppositionsparteien eine stärkere Priorisierung des Schienenausbaus.

Das Gesetz tritt in Kraft, sobald der Bundesrat seine finale Zustimmung erteilt. Es soll Schlüsselinfrastrukturprojekte in ganz Deutschland vorantreiben. Die Auswirkungen auf Umweltstandards und Eigentumsrechte bleiben jedoch zwischen den Parteien umstritten.

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