Bundestag stoppt Millionen-Deal: Warum Diesel-Tankcontainer plötzlich doppelt so teuer sind
Niklas NeumannBundestag stoppt Millionen-Deal: Warum Diesel-Tankcontainer plötzlich doppelt so teuer sind
Deutsche Abgeordnete haben die Pläne des Verteidigungsministeriums zum Kauf von Dieselkraftstoff-Tankcontainern vorerst gestoppt, nachdem sich die Kosten fast verdoppelt hatten. Die Entscheidung geht auf Haushaltspolitiker der Unionsfraktion und der SPD zurück, die den deutlichen Kostenanstieg infrage stellten. Die Behälter sollten bis 2029 die Litauen-Brigade und die militärische Logistik insgesamt unterstützen.
2021 hatte die Bundeswehr noch 153 ähnliche Container für 21,8 Millionen Euro erworben – im Schnitt rund 142.000 Euro pro Stück. Diesmal belaufen sich die geplanten Kosten für 902 Einheiten auf 262,67 Millionen Euro, was etwa 291.000 Euro pro Container entspricht. Ein Mitglied des Haushaltsausschusses bezeichnete die Preiserhöhung als "skandalös".
Der gesamte Rahmenvertrag könnte später bis zu 4.200 Container umfassen, mit einem Gesamtvolumen von rund 902 Millionen Euro. Der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Andreas Mattfeldt, kritisierte das Fehlen von Wettbewerb und warnte vor einer "Rüstungsbeschaffungsinflation". Gleichzeitig betonte er, wie wichtig es sei, finanzielle Spielräume für das Jahr 2029 offenzuhalten.
Das Vorhaben wurde vorläufig ausgesetzt, während die Abgeordneten die Kosten prüfen. Bei einer Genehmigung würden die Lieferungen bis 2029 fortgesetzt – sowohl für die Litauen-Brigade als auch für andere Truppenteile. Die Verzögerung unterstreicht die Sorgen über steigende Rüstungsausgaben und den begrenzten Wettbewerb unter den Zulieferern.






