07 February 2026, 16:33

Bundesweiter Warnstreik im öffentlichen Dienst legt Deutschland am 2. Februar lahm

Eine Gruppe von Menschen auf dem Dach eines Gebäudes stehend, eine Fahne haltend, mit einem Baum links und Glasfenstern im Hintergrund, wahrscheinlich im Support der deutschen Regierung protestierend.

Bundesweiter Warnstreik im öffentlichen Dienst legt Deutschland am 2. Februar lahm

Öffentlicher Dienst in Deutschland: Großer Warnstreik am 2. Februar 2026

Am Montag, dem 2. Februar 2026, werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Deutschland zu einem bundesweiten Warnstreik aufrufen. Die von der Gewerkschaft ver.di organisierte Aktion wird in 15 der 16 Bundesländer zu Einschränkungen führen. Rund 100.000 Mitarbeiter aus den Bereichen Verkehr, Gesundheitswesen und Kinderbetreuung werden sich an dem Ausstand beteiligen.

Ziel des Streiks ist es, vor den anstehenden Tarifverhandlungen Druck auf die Arbeitgeber auszuüben, um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen durchzusetzen. In Mainz sind für 9:30 Uhr eine Kundgebung und mittags eine Demonstration geplant, an der sich auch Beschäftigte der AOK-Krankenkasse und US-amerikanischer Militärstandorte beteiligen werden.

Der Streik wird den öffentlichen Nahverkehr in allen Bundesländern mit Ausnahme von Niedersachsen lahmlegen. Betroffen sind rund 150 kommunale Verkehrsbetriebe, was für Pendler mit Verspätungen oder Ausfällen verbunden sein wird. In Mainz erstreckt sich die Beeinträchtigung auch auf die Mensen des Studierendenwerks und Kitas, die entweder ganz schließen oder nur mit Notbesetzung arbeiten werden.

Ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 7 Prozent für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat für fest angestellte Mitarbeiter und 200 Euro für Nachwuchskräfte. Die AOK-Beschäftigten streben eine leicht höhere Erhöhung von 7,5 Prozent an, während Arbeiter in untersten Lohngruppen eine Anhebung um 2 Euro pro Stunde verlangen. Zudem pocht die Gewerkschaft auf unbefristete Übernahmen nach der Ausbildung sowie höhere Schichtzuschläge.

Trotz der flächendeckenden Proteste bleiben in den Landeskliniken die Notdienste aufrechterhalten, um die medizinische Grundversorgung zu gewährleisten. Der Warnstreik folgt auf wochenlange Verhandlungen – ver.di warnt, dass weitere Arbeitsniederlegungen drohen, sollten die Arbeitgeber den Forderungen nicht nachkommen.

Am Montag werden sich Beschäftigte aus Verkehr, Gesundheitswesen und Kinderbetreuung bundesweit zu Protesten zusammenschließen. Besonders in Mainz und anderen Regionen muss mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden, wobei Notfallvorsorgen jedoch sichergestellt bleiben. Die Arbeitgeber stehen nun unter Zugzwang, auf die Gewerkschaftsforderungen zu reagieren, bevor die Verhandlungen wiederaufgenommen werden.

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