19 February 2026, 10:33

Charli XCX bricht mit Hyperpop – und findet sich in düsteren Erzählwelten neu

Ein Schwarz-Weiß-Plakat, das ein Moulin-Rouge-Konzert in Paris ankündigt, mit einem Mann und einer Frau, die tanzen, und Text darauf.

Charli XCX bricht mit Hyperpop – und findet sich in düsteren Erzählwelten neu

Charli XCX wagt einen radikalen Neuanfang: Vom Hyperpop zur düsteren Erzählkunst

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Charli XCX hat in ihrer Karriere eine kühne Wende vollzogen – weg vom Hyperpop, hin zu düsteren, literarisch geprägten Erzählwelten. Zu ihren jüngsten Projekten zählen ein von Sturmhöhe inspiriertes Album sowie zwei neue Filme. Damit distanziert sie sich deutlich von ihrem früheren, chaotischeren Stil.

Diese künstlerische Entwicklung hat Debatten über Authentizität in der Popmusik entfacht. Hinter den Kulissen prägten kreative Spannungen und Markenkooperationen ihre jüngsten Werke maßgeblich.

Schon als Teenagerin feierte Charli XCX ihren Durchbruch, den sie selbst als etwas beschrieb, das "einfach so passiert" sei. Noch vor eineinhalb Jahren sollte ein Remix-Album den Schwung ihres Sommerhits verlängern. Doch ihr neues Werk BRAT schlägt eine ganz andere Richtung ein – geprägt von orchestralen Klängen und düster-romantischen Einflüssen.

Ihr Sturmhöhe-Konzeptalbum entsteht in Zusammenarbeit mit 16 Streichermusikern und dem legendären John Cale. Das Projekt setzt auf filmische und literarische Themen – ein markanter Kontrast zu ihrem früheren experimentellen Pop. Gleichzeitig zeigt ihre Mockumentary The Moment eine selbstreflexivere, fast fremd wirkende Seite der Künstlerin, als es Fans gewohnt sind.

Hinter den Kulissen kam es zu Konflikten, als Regisseur Johannes mit ihrer anti-ästhetischen Vision aneckte. Schließlich entließ sie ihre kreative Leiterin und überließ Johannes die Feinabstimmung ihres sonst so provokanten Stils. Ihre Managerin Tammy drängte darauf, die "Brat"-Persönlichkeit weiter auszubauen, während Dealings mit H&M und einer angeschlagenen Bank kommerziellen Druck erhöhten. Selbst Amazon Music finanzierte eine Tour-Dokumentation.

Die Mockumentary spielt mit Übertreibungen – so trug Charli XCX etwa nie ein Tinkerbell-artiges Kostüm auf der Bühne. Doch der Film, kombiniert mit ihrer Sturmhöhe-Vertonung, hält sie im Rampenlicht. Mit zwei Kinofilmen ist ihre Neuerfindung nicht zu übersehen.

Der Wandel von Hyperpop zu düsterer Erzählkunst markiert einen bewussten künstlerischen Bruch. Mockumentary und Album werfen Fragen nach ihrer künstlerischen Identität in einer sich ständig wandelnden Branche auf.

Gestützt durch große Marken und Filmprojekte bleibt Charli XCX eine prägende Figur der Popkultur. Die nächste Phase ihrer Karriere wird davon abhängen, wie das Publikum auf diese mutigere, theatralischere Ausrichtung reagiert.