Charli XCX gerät nach Berliner Aftershow-Party in politische Kontroverse
Lukas BauerCharli XCX gerät nach Berliner Aftershow-Party in politische Kontroverse
Popstar Charli XCX findet sich unerwartet in einer Kontroverse, nachdem sie eine Aftershow-Party zu ihrem neuen Mockumentary The Moment in Berlin besuchte. Die Veranstaltung stand im Zusammenhang mit einer Gastgeberin, der angeblich Verbindungen zur russischen Regierung nachgesagt werden – ein brisantes Thema angesichts der klaren Haltung der Künstlerin gegen den Ukraine-Krieg.
Der Film selbst, eine satirische Abrechnung mit der Musikindustrie, feierte auf der Berlinale Premiere und erhielt gemischte Kritiken. Parallel dazu komponierte Charli XCX kürzlich den Soundtrack für die Neuverfilmung von Sturmhöhe und veröffentlichte ein Begleitalbum mit Sky Ferreira.
Für den kommenden Sturmhöhe-Film mit Jacob Elordi und Margot Robbie in den Hauptrollen zeichnete Charli XCX für die Filmmusik verantwortlich. Zudem brachte sie ein Begleitalbum heraus, auf dem auch eine Zusammenarbeit mit Sky Ferreira zu hören ist. Das Projekt markiert ihr jüngstes kreatives Unterfangen jenseits ihrer Popkarriere.
Unterdessen hatte The Moment – unter der Regie von Aidan Zamiri – auf der Berlinale seine internationale Premiere. Die Mockumentary, die die Mainstream-Musikbranche auf die Schippe nimmt, erhielt von NME drei Sterne, wobei besonders die memetauglichen Szenen und Charli XCX' Auftritt gelobt wurden.
Nach der Vorführung besuchte die Sängerin eine Aftershow-Party in Berlin, die später für Gesprächsstoff sorgte. Die Veranstaltung soll von Anastasia Shevtsova ausgerichtet worden sein, deren Familienstiftung Traditsiya mit staatlich geförderten russischen Kulturinitiativen in Verbindung gebracht wird. Die Stiftung, geleitet von Natalia Shevtsova (laut Berichten Anastasias Mutter), finanziert Volkskunstprojekte in Sibirien, unterstützt die Bildung ethnischer Minderheiten in Großstädten und organisiert Veranstaltungen mit Bezug zum russischen orthodoxen Erbe.
Charli XCX distanzierte sich umgehend von der Kontroverse und betonte, sie und ihr Team hätten von möglichen politischen Verbindungen keine Kenntnis gehabt. Gleichzeitig bekräftigte sie ihre Ablehnung der russischen Regierungspolitik in der Ukraine. Auch Anastasia Shevtsova wies jede politische Einmischung von sich und bezeichnete die Veranstaltung als rein kulturell.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Komplexität kultureller Events in politisch aufgeladenen Zeiten. Charli XCX' Team beharrt darauf, nichts über den Hintergrund der Gastgeberin gewusst zu haben, während die Sängerin weiterhin öffentlich gegen den Ukraine-Krieg Stellung bezieht. The Moment bleibt derweil im Fokus – sowohl wegen seines satirischen Inhalts als auch wegen der unerwarteten Folgen seiner Aftershow-Party.
