Dermapharm startet milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm zur Kursstabilisierung
Lukas BauerDermapharm startet milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm zur Kursstabilisierung
Dermapharm startet Aktienrückkaufprogramm zur Stabilisierung des Kurses
Der deutsche Pharmakonzern Dermapharm hat ein Aktienrückkaufprogramm gestartet, um den sinkenden Aktienkurs zu stützen. Das Unternehmen bot den Aktionären 42 Euro pro Aktie – ein Aufschlag von 10 Prozent auf den damaligen Marktpreis. Der Schritt folgt auf Jahre der Stagnation nach dem Pandemie-Höchststand von 90 Euro pro Aktie.
Dermapharm, 1991 gegründet und seit 2018 börsennotiert, bleibt weiterhin stark vom Firmengründer Wilhelm Beier geprägt, der knapp 80 Prozent der Anteile hält. Durch gezielte Übernahmen expandierte das Unternehmen rasant: 2018 folgte die Übernahme von Strathmann, 2020 die von Allergopharma, 2022 die von Arkopharma und C3 sowie zuletzt 2025 die von Mucos. Zum Portfolio zählen zudem Anton Hübner, Euromed und eine Beteiligung an Wellster Healthtech.
Während der Pandemie war der Aktienkurs auf bis zu 90 Euro gestiegen, getrieben von Dermapharms Rolle bei der Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Doch danach kam der Kurs ins Stocken – ein Grund für das aktuelle Rückkaufprogramm. Im Rahmen der Maßnahme plante das Unternehmen, bis zu 4,3 Millionen Aktien zurückzukaufen, was fast 8 Prozent des Grundkapitals entspricht.
Die Aktionäre zeigten großes Interesse: Rund 4,8 Millionen Aktien wurden zum Rückkauf angeboten. Daher wird die Transaktion nun anteilig erfolgen. Gleichzeitig steht die Reimport-Tochter Axicorp vor Herausforderungen, was die Performance der Gruppe zusätzlich belastet.
Das Rückkaufprogramm hat dem Aktienkurs von Dermapharm kurzfristig Auftrieb gegeben. Da 4,8 Millionen Aktien eingereicht wurden, wird das Unternehmen die Rückkäufe nun verhältnismäßig verteilen. Der Schritt unterstreicht die Bemühungen, das Vertrauen der Anleger nach einer langen Phase der Stagnation wiederherzustellen.






