Deutsche Bahn ändert Pläne: München–Rosenheim wird in zwei Phasen saniert
Niklas NeumannDeutsche Bahn ändert Pläne: München–Rosenheim wird in zwei Phasen saniert
Die Deutsche Bahn hat ihre ursprünglichen Pläne für eine sechsmonatige Vollsperrung der Bahnstrecke München–Rosenheim verworfen. Stattdessen sollen die Modernisierungsarbeiten nun in zwei getrennten Phasen im Jahr 2028 und 2031 durchgeführt werden. Die Entscheidung folgt Kritik des Verbandes der Güterverkehrsunternehmen an den langen Behinderungszeiten.
Die Strecke München–Rosenheim zählt zu den meistbefahrenen Bahnverbindungen Bayerns und wird täglich von Fernzügen, Regionalverkehr und der S-Bahn genutzt. Die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, DB InfraGO, kündigte die Änderungen an, um die Dauer der Einschränkungen zu verkürzen.
Die erste Bauphase ist von Mitte Februar bis Mitte April 2028 geplant, wobei die Fernverkehrsgleise für acht Wochen komplett gesperrt werden. Die zweite Phase soll in der ersten Jahreshälfte 2031 stattfinden und umfasst die Modernisierung von Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfen. In diesem Zeitraum wird auch das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) installiert.
Trotz der Anpassungen bleibt der Verband der Güterverkehrsunternehmen kritisch. Geschäftsführer Peter Westenberger argumentiert, dass sich die Gesamtzeit der Vollsperrungen nun auf 24 Wochen erhöht habe. Er forderte die Deutsche Bahn auf, die Bauarbeiten wo immer möglich auf einzelne Gleise zu beschränken und Ausweichstrecken im Voraus auszubauen.
Der überarbeitete Plan teilt die Sanierungsarbeiten in zwei Abschnitte auf, um notwendige Modernisierungen mit geringeren Beeinträchtigungen zu verbinden. Dennoch äußern Güterverkehrsunternehmen weiterhin Bedenken wegen der verlängerten Sperrzeiten. Das Projekt wird nun wie vorgesehen 2028 und 2031 umgesetzt.






