09 June 2026, 22:18

Deutsche Bahn droht Pünktlichkeitsziel zu verfehlen – 13 Milliarden Euro fehlen

Rail CEO Palla fordert weitere 13 Milliarden Euro für das Schienennetz

Deutsche Bahn droht Pünktlichkeitsziel zu verfehlen – 13 Milliarden Euro fehlen

Die Deutsche Bahn hat gewarnt, dass sie ihre Pünktlichkeitsziele verfehlen wird, wenn sie keine zusätzlichen Mittel erhält. Unternehmenschefin Evelyn Palla fordert Milliardeninvestitionen, um das Schienennetz zu modernisieren. Ohne diese Gelder drohen noch größere Verspätungen bis 2029 als bisher geplant.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte der Deutschen Bahn ein klares Ziel gesetzt: Bis Ende 2029 sollen mindestens 70 Prozent der Züge pünktlich ankommen. Doch interne Unterlagen zeigen, dass das Unternehmen dieses Ziel mit der aktuellen Finanzausstattung kaum erreichen wird.

Laut den Berichten benötigt die Deutsche Bahn bis 2030 zusätzliche 13 Milliarden Euro allein für die Instandhaltung und Verbesserung des bestehenden Netzes. Fehlen diese Mittel, könnte die Pünktlichkeitsquote bis zum Ende des Jahrzehnts sogar unter 60 Prozent fallen.

Palla betont, dass die zusätzlichen 13 Milliarden Euro nicht nur helfen würden, Schnieders 70-Prozent-Ziel zu erreichen, sondern die Pünktlichkeit sogar noch weiter steigern könnten. Sollte die Regierung diesen Betrag bereitstellen, rechnet das Unternehmen mit einer zusätzlichen Verbesserung um fünf Prozentpunkte – und käme damit den weiteren Bahnzielen des Ministers näher.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Deutsche Bahn unter wachsendem Druck steht, die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs zu erhöhen. Ohne die zusätzlichen Mittel werden sich die Verspätungen in den nächsten sechs Jahren voraussichtlich weiter verschärfen. Ob das Unternehmen die gesetzten Ziele erreicht, hängt nun davon ab, ob der Antrag über 13 Milliarden Euro bewilligt wird.

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