Deutsche lehnen höhere Rentenalter mehrheitlich ab – nur 29 Prozent dafür
Lukas BauerDeutsche lehnen höhere Rentenalter mehrheitlich ab – nur 29 Prozent dafür
Eine neue Umfrage zeigt deutliche Ablehnung unter den Deutschen gegenüber einer Erhöhung des Renteneintrittsalters. Die Mehrheit – unabhängig von politischer Ausrichtung oder Region – lehnt den Vorschlag ab, nur eine Minderheit befürwortet die Änderung.
Insgesamt sprechen sich 62 Prozent der Deutschen gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters aus. Lediglich 29 Prozent unterstützen eine Erhöhung auf 67,5 Jahre. Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung bei Anhängern bestimmter Parteien: 84 Prozent der AfD-Wähler und 77 Prozent der Sympathisanten der Linken lehnen die Pläne ab. Selbst unter den Unterstützern der Unionsparteien befürworten nur 58 Prozent die Anhebung, bei den Grünen sind es 55 Prozent.
Auch regional gibt es Unterschiede: In Ostdeutschland lehnen 73 Prozent der Befragten den Vorschlag ab. Unter den erwerbstätigen Deutschen sind 68 Prozent dagegen. Bei SPD-Anhängern zeigt sich ein gespaltenes Bild – hier unterstützen 37 Prozent den Plan der Rentenkommission.
Die Umfrage unterstreicht den breiten Widerstand gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters. Selbst in Parteien, die traditionell reformoffener sind, bleibt die Zustimmung begrenzt. Die Ergebnisse deuten auf erhebliche Hürden für jede Politik hin, die ein höheres Renteneintrittsalter vorantreiben will.
