26 June 2026, 22:13

Deutschland blockiert EU-Methanregeln und riskiert Konflikt um Energiesicherheit

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jet-Treibstoff- und LNG-Importe stören

Deutschland blockiert EU-Methanregeln und riskiert Konflikt um Energiesicherheit

Deutschland hat sich mit anderen EU-Regierungen zusammengeschlossen, um sich gegen die geplanten Methan-Emissionsvorschriften der Union für importiertes Öl und Gas auszusprechen. Die neue Verordnung zielt darauf ab, Methanlecks in globalen Lieferketten ab dem nächsten Jahr zu reduzieren. Berlin argumentiert jedoch, dass die Maßnahmen Energieimporte gefährden könnten – darunter auch Kerosin für die Luftfahrt.

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Die Europäische Kommission hatte die Regeln ausgearbeitet, um Methanemissionen in den Öl- und Gaslieferketten ab 2025 zu verringern. Energielieferanten außerhalb Europas, darunter die USA, haben den Plan bereits kritisiert. Deutschland warnt, dass die Vorschriften ab 2027 die Einfuhren von Gas und Erdölprodukten blockieren könnten.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, das Land benötige mehr Zeit, um die Energieversorgung abzusichern. Der Streit entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem das europäische Energiesystem durch globale Störungen der Ölströme unter Druck gerät. Gleichzeitig fordern zwölf weitere EU-Mitgliedstaaten eine dreijährige Verschiebung der Umsetzung der Regeln.

Die Kommission arbeitet nun daran, Bedenken bei der Umsetzung zu berücksichtigen, ohne die Klimaziele zu verwässern. Der Konflikt verdeutlicht zudem die wachsenden Risiken durch Umwelt-, Sozial- und Governance-Vorgaben in den gehandelten Brennstoffmärkten für Käufer und Investoren.

Die EU-Minister werden bald über den vorgeschlagenen Aufschub beraten. Deutschland besteht darauf, dass der aktuelle Zeitplan die eigene Energiesicherheit gefährden könnte. Das Ergebnis der Verhandlungen wird zeigen, wie die Union Klimaschutz und zuverlässige Brennstoffimporte in Einklang bringt.

Quelle