dm startet mit dm-med durch – doch der Online-Apothekenmarkt bleibt hart umkämpft
Emma Wernerdm startet mit dm-med durch – doch der Online-Apothekenmarkt bleibt hart umkämpft
Die deutsche Drogeriekette dm steigt mit dm-med in den Online-Apothekenmarkt ein. Der digitale Service startete am 16. Dezember 2022 und bietet ein breites Sortiment an Gesundheits- und Pflegeprodukten an. Im ersten Monat blieb der Umsatz jedoch unter einer Million Euro – ein verhaltener Auftakt für das neue Angebot.
Von Anfang an führte dm-med rund 2.400 Artikel, darunter rezeptfreie Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und 1.000 Pflegeprodukte. Über die Website und App sind zudem apothekenpflichtige und verschreibungspflichtige Artikel erhältlich. Um Kunden zu gewinnen, lockte dm mit Rabatten auf bekannte Marken wie Voltaren, Vigantol und Wick-Husten- und Erkältungsmittel – verknüpft mit digitalen Gutscheinen.
Das Unternehmen erweiterte sein Sortiment zügig um Orthomol-Produkte und das Portfolio von Dr. Willmar Schwabe. Diese Ausweitung passt zu dm's Strategie, den Zugang zu gesundheitsrelevanten Produkten einfach und niedrigschwellig zu gestalten. Der Händler vertreibt bereits 28 Eigenmarken und vier Kooperationslabels, was seine Marktposition weiter stärkt.
Für die Zukunft prüft dm den Launch eigener apothekenpflichtiger Handelsmarken. Verhandelt werde laut Berichten über die Marke Mivolis, die das Pharmasortiment zusätzlich aufwerten könnte. Trotz des noch jungen Wachstums positioniert sich dm-med durch attraktive Preise und eine breite Markenauswahl als ernstzunehmender Konkurrent.
Die ersten Zahlen zeigen: dm-med betritt den Online-Apothekenmarkt mit Bedacht, aber gezielt. Die schnelle Sortimentserweiterung und Rabattaktionen zielen auf Kundenbindung ab. Wie sich der Service langfristig gegen etablierte Anbieter wie Shop Apotheke oder Apotheken-Umschau behauptet, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
