Dresden–Prag: Hochgeschwindigkeitsbahn soll Reisezeit auf eine Stunde halbieren
Niklas Neumann"Endlich!": Kraushaar drängt auf Tempo bei Prag-Bahnlinie - Dresden–Prag: Hochgeschwindigkeitsbahn soll Reisezeit auf eine Stunde halbieren
Die Pläne für eine Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Dresden und Prag haben einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Das Bundesverkehrsministerium hat die Planungsunterlagen für das Projekt nun dem Bundestag zur Prüfung vorgelegt. Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar drängt auf eine zügige Genehmigung, um die Finanzierung zu sichern und EU-Fristen einzuhalten.
Die geplante Strecke soll die Reisezeit zwischen Dresden und Prag auf nur eine Stunde verkürzen. Kernstück ist ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das östliche Erzgebirge, der die heutige langsame und überlastete Route ersetzt. Behörden zufolge wird das Projekt Engpässe verringern und die Lärmbelastung für Anwohner deutlich reduzieren.
Die Planung für das Vorhaben begann 2018; bis Februar 2026 wurden bereits acht Jahre Vorbereitungsarbeit abgeschlossen. Die Strecke hat große strategische Bedeutung, da sie eine direkte Verbindung zwischen Berlin, Prag und Wien schafft. Kraushaar betonte, wie wichtig schnelles Handeln sei, um stabile Finanzierungsquellen zu sichern und die Optionen für EU-Fördergelder offen zu halten.
Die Prüfung durch den Bundestag wird über die nächsten Schritte für die Bahnverbindung Dresden–Prag entscheiden. Bei einer Genehmigung könnte die Hochgeschwindigkeitsstrecke den Reiseverkehr in Mitteleuropa revolutionieren. Der Erfolg des Projekts hängt nun davon ab, die notwendigen Mittel zu beschaffen und ohne Verzögerungen voranzukommen.
