21 April 2026, 18:18

Duisburgs 4,66-Millionen-Euro-Innovation Lab: Roboterhunde, CSI-Training und Luxuskaffee für die Polizei

Eine belebte Straßenkreuzung mit einem geparkten Bus, Gebäuden, Bäumen, Laternen, Ampeln, Schildern und einem Kaufhaus mit Schaufensterpuppen in Kleidern vor einem sichtbaren Himmel.

Duisburgs 4,66-Millionen-Euro-Innovation Lab: Roboterhunde, CSI-Training und Luxuskaffee für die Polizei

Duisburgs neues Innovation Lab: Hightech-Zentrum für Polizeiausbildung und digitale Forensik – zu einem Preis von 4,66 Millionen Euro

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Duisburg hat das neue Innovation Lab seine Türen geöffnet – ein Hightech-Hub für Polizeiausbildung und digitale Spurensicherung. Ursprünglich mit 250.000 Euro veranschlagt, beliefen sich die endgültigen Baukosten auf stolze 4,66 Millionen Euro. Im Inneren vereint die Einrichtung modernste Technik mit skurrilen Besonderheiten – darunter ein Roboterhund, der programmiert wurde, Beweismaterial in winzige Datenkrümel zu zerlegen und damit unkenntlich zu machen.

Das Lab präsentiert sich als Mischung aus Prunk und Kuriosität: Ein Bereich ist dem legendären Bernsteinzimmer nachempfunden, während eine andere Zone, die der Überwachungsschulung dient, verlassen wirkt – mit nichts als einem alten Schwarz-Weiß-Fernseher und umgestürzten Plastikstühlen. Unterdessen feilt das Technikteam in einem Heimkino an seinen forensischen Fähigkeiten – und schaut dabei Folge um Folge der Kultserie "CSI".

Das Herzstück der Anlage ist eine gigantische, schrankgroße Kaffeemaschine mit 100 individuellen Einstellungen, die Getränke in Barista-Qualität zubereitet. Mit sichtbarem Stolz serviert Polizeioberrat Klaus Brandner den Besuchern persönlich den Kaffee. Doch trotz aller Luxusdetails räumt das Landesamt für Polizeiliche Dienste (LZPD) ein, dass vor Baubeginn keine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt wurde.

Jenseits von Kaffee und Show-Effekten ist der Roboterhund Spot bereits im Dauereinsatz. Seine Aufgabe: Er "verspeist" sensible oder belastende Unterlagen und zerlegt sie in unlesbare Datenfragmente. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, plant Brandner, ähnliche Labore in ganz Nordrhein-Westfalen einzurichten.

Das Duisburger Innovation Lab steht damit als 4,66-Millionen-Euro-Experiment moderner Polizeiarbeit. Mit seiner Kombination aus Hochtechnologie, forensischer Ausbildung und ausgefallener Ausstattung bricht es radikal mit herkömmlichen Polizeieinrichtungen. Ob sich die Investition auszahlt, wird sich am praktischen Nutzen zeigen – und daran, ob andere Dienststellen dem Beispiel folgen.

Quelle