Eli Lilly kürzt Milliardeninvestition in deutsches Werk für Gewichtsverlust-Spritzen drastisch
Emma WernerEli Lilly kürzt Milliardeninvestition in deutsches Werk für Gewichtsverlust-Spritzen drastisch
Der Pharmakonzern Eli Lilly hat angekündigt, seine Investitionen in ein deutsches Werk für Gewichtsverlust-Spritzen um mehr als die Hälfte zu kürzen. Der US-amerikanische Branchenriese wird die Ausgaben von 2,3 Milliarden Euro auf 1,15 Milliarden Euro reduzieren. Diese Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen warnt, Deutschland könnte bei der Industrieförderung hinter andere europäische Länder zurückfallen.
Bisher hat Eli Lilly bereits über eine Milliarde Dollar in die hochmoderne Produktionsstätte in Alzey investiert. Trotz der zurückgestuften Pläne soll der Standort zwar 2027 in Betrieb gehen, allerdings mit verringerter Kapazität. Ursprünglich waren 1.000 Arbeitsplätze vorgesehen – nun wurde diese Zahl auf 500 halbiert.
Als Grund für die Kürzung nannte das Unternehmen das geplante Spargesetz in Deutschland. Eli Lilly erklärte, es könnte neue Medikamente vom deutschen Markt fernhalten, falls die Rahmenbedingungen eine Markteinführung unwirtschaftlich machten. Gleichzeitig versprach das Unternehmen Transparenz bei solchen Entscheidungen.
Die eingesparten Mittel könnten stattdessen in den Standort in Pennsylvania, USA, oder in eine neue Produktionsstätte an einem anderen Standort fließen. Der Schritt unterstreicht die Bedenken von Eli Lilly hinsichtlich des deutschen Wirtschaftsstandorts für die Pharmabranche.
Die reduzierten Investitionen schränken nicht nur den Produktionsumfang des Werks ein, sondern auch die Zahl der Beschäftigten. Die Warnung des Unternehmens deutet auf mögliche Verzögerungen oder Einschränkungen bei der Einführung künftiger Medikamente in Deutschland hin. Die Maßnahmen spiegeln größere Sorgen wider, dass die Wirtschaftspolitik des Landes die Branche belastet.






