29 April 2026, 14:20

Energiekrise belastet Haushalte: Ölkonzerne kassieren Rekordgewinne während Verbraucher leiden

Tortendiagramm, das den globalen Verbrauch von erneuerbaren Energien im Jahr 2008 zeigt, mit Abschnitten für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Energiekrise belastet Haushalte: Ölkonzerne kassieren Rekordgewinne während Verbraucher leiden

Die globale Energiekrise belastet weiterhin Haushalte und Volkswirtschaften, da die Preise für fossile Brennstoffe auf hohem Niveau verharren. In Deutschland fühlen sich mittlerweile fast 80 Prozent der Bevölkerung durch die Abhängigkeit ihres Landes von importierten Energieträgern bedroht. Gleichzeitig verzeichnen Ölkonzerne wie BP Rekordgewinne – allein im ersten Quartal 2023 erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettogewinn von über 2,7 Milliarden Euro.

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Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat sich die Krise verschärft und Regierungen zum Handeln gezwungen. Deutschland führte eine Übergewinnsteuer für Energieunternehmen ein, die rund 2,5 Milliarden Euro einbrachte. Doch während die Verbraucherpreise steigen, behalten die Ölkonzerne ihre immensen Gewinne – was Kritik an der Privatisierung von Profiten bei gleichzeitiger Sozialisierung der Kosten auslöst.

Die steigenden Spritpreise haben weitere Folgen: Düngemittel, Transport und Grundnahrungsmittel werden teurer. Die Vereinten Nationen warnen, dass bis zu 45 Millionen zusätzliche Menschen von Hunger bedroht sein könnten, falls sich die Krise über die Jahresmitte hinaus zieht. Weltweit zahlen bereits Milliarden Menschen mehr für Energie – eine Entlastung ist vorerst nicht in Sicht.

Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), macht für die aktuelle Lage auch die Politik unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu mitverantwortlich. Ihre Entscheidungen hätten, so Birol, zur heutigen Instabilität beigetragen.

Mitten in der Turbulenz beschleunigen einige Länder den Umstieg auf erneuerbare Energien. Südkoreas Präsident treibt den Ausbau der Stromnetze voran und startet ein "Solar-Einkommens"-Programm, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Auch China hat die Produktion hochgefahren: Die Exporte von Solarmodulen verdoppelten sich im März 2023 im Vergleich zum Vormonat.

Die Energiekrise zeigt keine Anzeichen einer Entspannung. Haushalte und Unternehmen tragen die Hauptlast der gestiegenen Kosten. Während Regierungen Steuern erheben und nach grünen Alternativen suchen, bleibt die Kluft zwischen Unternehmensgewinnen und öffentlicher Not eklatant. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die ergriffenen Maßnahmen die Märkte stabilisieren können – oder ob sich die Belastungen weiter verschärfen.

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