Erfurt verhandelt mit entlassenem Ex-Mitarbeiter über sechsstelligen Vergleich
Lukas BauerErfurt verhandelt mit entlassenem Ex-Mitarbeiter über sechsstelligen Vergleich
Ein möglicher außergerichtlicher Vergleich wird derzeit zwischen der Stadt Erfurt und Guy Montavon erörtert. Der ehemalige Mitarbeiter war vor über zwei Jahren nach schweren Vorwürfen fristlos entlassen worden. Die Gespräche haben an Fahrt aufgenommen, nachdem Mitte März ein Sühneversuch stattfand.
Montavons Entlassung Anfang 2022 ging auf Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs und sexueller Belästigung zurück. Diese Anschuldigungen wurden jedoch nie gerichtlich bewiesen. Seither kämpft er um seine Wiedereinstellung und hat eine Klage eingereicht, die derzeit vor dem Erfurter Arbeitsgericht ruht.
Beide Seiten prüften kürzlich eine finanzielle Einigung, wobei die vorgeschlagene Summe im mittleren sechsstelligen Bereich liegen soll. Dieser Betrag würde vor allem ausstehende Gehaltszahlungen seit seiner Entlassung abdecken. Eine vorläufige Einigung schien greifbar, doch Montavon stellte später eine zusätzliche Forderung, was die Stadtverantwortlichen verärgert hat.
Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) informierte vergangenen Donnerstag den Ältestenrat der Stadt über den Stand der Dinge. Falls der Stadtrat einem Vergleich zustimmt, könnte die Einigung bereits im Mai unterzeichnet werden. Scheitern die Verhandlungen, wird der Rechtsstreit im September fortgesetzt.
Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte Montavon seinen Antrag auf Wiedereinstellung zurückziehen. Die Entscheidung des Stadtrats in den kommenden Wochen wird zeigen, ob der Fall beendet oder vor Gericht weiterverhandelt wird. Eine Lösung würde einen Streit beenden, der sich seit 2022 hinzieht.






