28 June 2026, 14:13

EU will Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden und Magneten verringern

Deutschland und China

EU will Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden und Magneten verringern

Europa steht vor wachsenden Sorgen über seine Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden und Magneten. Die Problematik hat Forderungen nach einer härteren Gangart laut werden lassen – die Europäische Volkspartei (EVP) drängt auf entschlossenere Maßnahmen. Jüngste hochrangige Gespräche zwischen EU- und chinesischen Vertretern unterstreichen die Spannungen und die Suche nach Lösungsansätzen.

Ende Mai reiste die deutsche Wirtschaftsministerin Katharina Reiche nach China, um sich mit politischen und wirtschaftlichen Führungskräften auszutauschen. Im Mittelpunkt der Reise standen Handel, Investitionen, Rohstoffe und fairer Wettbewerb – ein Gradmesser für die künftige Zusammenarbeit.

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Am 9. Juni reiste Chinas Vizehandelsminister Ling Ji nach Brüssel, um mit der Europäischen Kommission über Wege zur Bewältigung von Handels- und Investitionsherausforderungen zu beraten. Beide Seiten loteten in offiziellen Konsultationen mögliche Lösungen aus.

Auf dem EU-Gipfel Mitte Juni berieten die Staats- und Regierungschefs über eine gemeinsame Antwort auf globale wirtschaftliche Ungleichgewichte – mit China als zentralem Thema. Die Europäische Kommission bezeichnete die aktuellen Handels- und Investitionsbeziehungen seitdem als nicht tragfähig und signalisierte damit einen schärferen Verhandlungs-ton.

Europas Verwundbarkeit in Schlüsselsektoren wie Seltenen Erden und Magneten resultiert aus Chinas Kontrolle über die Verarbeitung und Exportregeln. Diese Abhängigkeit beeinflusst Genehmigungsfristen und Marktzugänge und zwingt die EU, ihre Abhängigkeit in durchsetzbare Verfahren im Rahmen des Binnenmarkt-rechts umzuwandeln.

Die EU strebt klare Bedingungen für fairen Wettbewerb an und will gleichzeitig die eigene industrielle Stärke in den Bereichen Energie, Forschung und Produktion ausbauen. Deutschland bleibt bemüht, den Dialog mit Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Position in Handel und Investitionen in Einklang zu bringen. Diese Schritte spiegeln einen breiteren Trend wider: die Verringerung der Abhängigkeit und die Schaffung einer ausgewogeneren Wirtschaftsbeziehung.

Quelle