07 April 2026, 10:18

Fast 1.000 Geschlechtsanpassungen in Sachsen-Anhalt nach neuem Selbstbestimmungsgesetz

Eine farbkodierte Europakarte aus dem Jahr 2017, die den Geschleichtergleichheitsindex zeigt, mit einer Textübersicht auf der linken Seite.

Fast 1.000 Geschlechtsanpassungen in Sachsen-Anhalt nach neuem Selbstbestimmungsgesetz

Seit November 2024 haben in Sachsen-Anhalt 976 Menschen ihre rechtliche Geschlechtsangabe nach dem neuen Selbstbestimmungsgesetz geändert. Die Reform ermöglicht solche Änderungen ohne langwierige Begutachtungen und vereinfacht das Verfahren für die Einwohner:innen. Die meisten Antragstellenden waren erwachsen, nur in wenigen Fällen ging es um Minderjährige.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Gesetz, das Ende 2024 in Kraft trat, wurde vor allem von Erwachsenen genutzt. Wie der AfD-Abgeordnete Gordon Köhler angab, betrafen etwa 40 der 976 Änderungen Minderjährige. Bei diesen handelte es sich mehrheitlich um Wechsel von weiblich zu männlich.

Der Fachverband der Standesämter bewertet die Reform als weitgehend erfolgreich. Behörden bestätigten, dass nur vier Personen nach der ersten Änderung erneut ihre Geschlechtsangabe korrigierten. Das Gesetz erlaubt solche erneuten Änderungen nach einer Wartefrist von einem Jahr, wobei keine detaillierten Aufzeichnungen über diese Fälle geführt wurden.

Köhlers Zahlen zeigen, dass das Gesetz zwar in begrenztem Umfang, aber durchaus von jüngeren Antragstellenden in Anspruch genommen wird. Die Landesregierung hat keine weiteren Details zu den erneuten Änderungen veröffentlicht, sodass einige Fragen offenbleiben.

Das Selbstbestimmungsgesetz hat die Änderung der Geschlechtseintragungen in Sachsen-Anhalt deutlich vereinfacht – seit seiner Einführung gab es fast tausend Anpassungen. Zwar sind die meisten Antragstellenden erwachsen, doch das Gesetz berücksichtigt auch Minderjährige und lässt in seltenen Fällen zweite Korrekturen zu. Die Auswirkungen der Reform werden weiterhin von lokalen Behörden und politischen Gruppen beobachtet.

Quelle