FC Augsburgs Trainer Baum zerpflückt VAR nach umstrittenem Elfmeter in Mainz
Emma WernerFC Augsburgs Trainer Baum zerpflückt VAR nach umstrittenem Elfmeter in Mainz
FC Augsburg-Trainer Manuel Baum kritisiert VAR-System nach 0:2-Niederlage in Mainz
FC Augsburg-Trainer Manuel Baum hat nach der 0:2-Niederlage seines Teams bei Mainz 05 scharfe Kritik am Video-Assistenten (VAR) geübt. Im Mittelpunkt des Streits stand ein Elfmeter, der nach einem Zweikampf zwischen Elvis Rexhbeçaj und Stefan Bell gegeben wurde. Sowohl Baum als auch Rexhbeçaj stellten die Entscheidung und deren Einfluss auf das Spiel infrage.
Baum betonte, es habe keinen klaren Kontakt während der Szene gegeben, doch der VAR bestätigte den Elfmeter. Er bestand darauf, dass der Schiedsrichter die Bilder am Spielfeldrand selbst hätte prüfen müssen, statt sich allein auf den Video-Assistenten zu verlassen.
Rexhbeçaj teilte Baums Frustration und erklärte, selbst bei genauer Betrachtung sei der Kontakt kaum erkennbar gewesen. Der Mittelfeldspieler ging noch einen Schritt weiter und forderte die vollständige Abschaffung des VAR. Fehler der Schiedsrichter seien leichter zu akzeptieren als Fehlentscheidungen nach langen Videoprüfungen, so Rexhbeçaj.
Die Diskussion um den VAR reiht sich ein in die allgemeine Unzufriedenheit mit dem System in der Bundesliga. Seit seiner Einführung in der Saison 2017/18 zeigen Umfragen unter Trainern und Mannschaftskapitänen, dass es kaum weniger umstrittene Entscheidungen gibt – 53,1 Prozent sehen trotz eines als fairer empfundenen Spiels keine Verbesserung. Zwar verweist die DFL auf schnellere Abseitsprüfungen (nun 24 statt 35 Sekunden), doch die Kritik an langen Spielunterbrechungen bleibt bestehen.
Für Augsburg bedeutet die Niederlage weiterhin null Punkte aus dem Spiel, doch der Fokus liegt auf der Rolle des VAR. Das System steht weiterhin in der Kritik – wegen seiner Genauigkeit und der Störungen im Spielfluss. Vereine und Spieler fordern zunehmend Änderungen bei der Handhabung von Videobeweisen.
