04 May 2026, 20:37

FDP-Politikerin wirft SPD-Mann vor, "russischer Schlafagent" zu sein – und löst Eklat aus

Schiffsverband auf Wasser mit bewölktem Himmel, mit Text und Logo über NATO-Meerübungen in der Ostsee.

FDP-Politikerin wirft SPD-Mann vor, "russischer Schlafagent" zu sein – und löst Eklat aus

In Deutschland ist ein erbitterter politischer Streit entbrannt, nachdem die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den SPD-Politiker Rolf Mützenich als „russischen Schlafagenten“ bezeichnet hatte. Auslöser des Konflikts war Mützenichs Unterstützung für US-Pläne zum Abzug mittelstreckiger Raketen aus Deutschland sowie sein Aufruf zu Abrüstungsgesprächen mit Moskau.

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Der Streit eskalierte, als Mützenich die Entscheidung der USA begrüßte, Raketen von deutschem Boden abzuziehen. Er bezeichnete dies als Chance für Europa, Abschreckung und Diplomatie zu stärken. Zudem forderte er Verhandlungen mit Russland, um dessen atomwaffenfähige Raketen aus Belarus und Kaliningrad zurückzuziehen.

Strack-Zimmermann konterte mit dem Vorwurf, Mützenich sei ein „russischer Schlafagent“, der „seit Jahren in einer regierenden Fraktion eingebettet“ sei. Seine Haltung zur Rüstungskontrolle komme „russischen Kriegsverbrechern gelegen“, erklärte sie und wies seine Vorschläge als „verantwortungslos und realitätsfremd“ zurück. Mützenich untergrabe seit Langem Deutschlands Sicherheit und Außenpolitik.

Kritik an Strack-Zimmermanns Äußerungen ließ nicht lange auf sich warten. CDU-Chef Armin Laschet nannte ihren Angriff „in seiner Niedertracht beispiellos“ und forderte einen Widerruf. Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) verurteilte ihre Worte als „beschämend und unwürdig“. Strack-Zimmermann blieb jedoch unbeeindruckt und warf Laschet vor, ihre Aussagen falsch interpretiert zu haben.

Die Auseinandersetzung vertieft die Spaltungen in der deutschen Sicherheits- und Russlandpolitik. Während Mützenichs Forderung nach Dialog mit Moskau weiterhin umstritten bleibt, stoßen Strack-Zimmermanns Vorwürfe auf scharfe Ablehnung quer durch das politische Spektrum. Die Debatte zeigt die anhaltenden Spannungen auf, wie mit den Sicherheitsbedrohungen durch Russland umgegangen werden soll.

Quelle