Frankfurt plant Milliardeninvestitionen in sein Schienennetz bis 2035
Jonas KrausAusbauplan für das Schienennetz in Frankfurt genehmigt - Frankfurt plant Milliardeninvestitionen in sein Schienennetz bis 2035
Der Frankfurter Stadtrat hat grünes Licht für eine große Erweiterung des öffentlichen Nahverkehrsnetzes der Stadt gegeben. Die Entscheidung folgt auf die vorherige Unterstützung durch den Magistrat und den Verkehrsausschuss. Unter dem Namen Gesamtkonzept Schienenverkehr 2035 konzentriert sich das Vorhaben auf schienenbasierte Aufwertungen und Investitionen in Millionenhöhe.
Der beschlossene Plan umfasst 23 Projekte, die aus 56 vorgeschlagenen Maßnahmen ausgewählt wurden. Dazu gehört die Verlängerung der U-Bahn über den Südbahnhof hinaus, möglicherweise bis zur Sachsenhäuser Warte – wobei Teile der Strecke auch oberirdisch verlaufen könnten. Ebenfalls vorgesehen sind eine neue Straßenbahnbrücke über den Main und eine Erweiterung des Straßenbahnnetzes.
Im Osten der Stadt soll das Konzept die Anbindung des Stadtteils Bergen-Enkheim verbessern. Im Norden sind ähnliche Aufwertungen für Eckenheim geplant. Machbarkeitsstudien werden nun die Umsetzbarkeit dieser Vorschläge prüfen.
Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Stadt Frankfurt werden die Planung leiten, wobei sie bei zentralen Projekten wie der Schließung des S-Bahn-Rings mit der Deutschen Bahn zusammenarbeiten. Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) bezeichnete den Plan als Sammlung möglicher Erweiterungen für künftige politische Entscheidungen. Der Stadtrat hatte das Konzept erstmals 2023 angenommen.
Mit der nun erreichten formalen Zustimmung folgen als nächste Schritte detaillierte Machbarkeitsstudien. Der Erfolg des Plans hängt von der Abstimmung zwischen den lokalen Behörden, dem RMV und der Deutschen Bahn ab. Bei Umsetzung würden die Projekte den öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt in den kommenden zehn Jahren grundlegend verändern.
