Gewalttätiger Vorfall am Mainzer Hauptbahnhof führt zu Anklage gegen Ägypter
Lukas BauerGewalttätiger Vorfall am Mainzer Hauptbahnhof führt zu Anklage gegen Ägypter
Ein 52-jähriger Ägypter ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland ist nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung am Mainzer Hauptbahnhof angeklagt worden. Der Vorfall begann, als der Mann seinen Koffer im Zug zurückließ und sich zunehmend über das Servicepersonal ärgerte, woraufhin die Polizei eingeschaltet wurde.
Die Schwierigkeiten nahmen ihren Lauf, als sich der Mann an den Kundenservice der Deutschen Bahn wandte, um Hilfe bei der Wiederbeschaffung seines Gepäcks zu erhalten. Unzufrieden mit der Antwort wählte er den Polizeinotruf. Bundesbeamte orteten ihn auf Gleis 4 und bestätigten seine Identität.
Nach den polizeilichen Routinemaßnahmen erhielt der Mann eine vorläufige Bescheinigung und wurde aufgefordert, die Station zu verlassen. Stattdessen weigerte er sich zu gehen. Als die Beamten versuchten, ihn hinauszubegleiten, wurde er aggressiv. Er beschimpfte die Polizisten, biss einem Beamten in den Finger und kratzte andere, wobei drei von ihnen verletzt wurden.
Die Behörden haben nun ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dem Mann werden der Missbrauch des Notrufs, illegaler Aufenthalt, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung vorgeworfen.
Der Fall wird nach den geltenden Ausländerrechtbestimmungen behandelt, die bei fehlendem legalen Aufenthaltsstatus eine Inhaftierung und Abschiebung vorsehen. Der Angriff auf Polizeibeamte kann zusätzliche Strafen nach sich ziehen, darunter eine mögliche Freiheitsstrafe. Die verletzten Beamten wurden wegen Bisswunden, Kratzern und Schürfungen ärztlich versorgt.
