Gewerkschaft NGG fordert faire Löhne und Arbeitszeiten vor der WM in Mainz
Niklas NeumannGewerkschaft NGG fordert faire Löhne und Arbeitszeiten vor der WM in Mainz
Gewerkschaft NGG kämpft für bessere Arbeitsbedingungen in Mainzer Gastronomie vor der WM
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) setzt sich für rund 6.850 Beschäftigte in der Gastronomie und Hotellerie in Mainz ein – rechtzeitig vor Beginn der FIFA-Fußballweltmeisterschaft. Die Gewerkschaft warnt Arbeitgeber davor, Mitarbeiter mit übermäßigen Überstunden während des Turniers auszubeuten.
In den laufenden Tarifverhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) fordert die NGG eine Lohnerhöhung von 14,5 Prozent. Für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft in der Küche würde das mindestens 400 Euro mehr im Monat bedeuten. Die bisherigen Angebote des DEHOGA bezeichnet die Gewerkschaft als „beleidigend“ für die Beschäftigten.
Da spätere WM-Spiele die Zahl der öffentlichen Übertragungen in Mainz verringern könnten, wird es voraussichtlich ein Wettrennen um verfügbare Locations geben. Die NGG besteht darauf, dass Betriebe zusätzliches Personal einstellen müssen, um Stoßzeiten abzufedern – und dass Überstunden fair bezahlt werden. Die Belegschaften seien bereit, zu arbeiten, aber nur, wenn Dienstpläne und Löhne ihren Forderungen entsprechen.
Die Gewerkschaft betont, dass Arbeitgeber den Fußball nicht über das Privatleben der Mitarbeiter stellen dürfen. Sie warnt vor einer „Überstunden-WM“, bei der Beschäftigte ohne angemessene Vergütung überlastet werden. Die NGG bleibt hart in ihren Forderungen nach fairen Löhnen und zumutbaren Arbeitszeiten. Sie erwartet, dass die Arbeitgeber während des Turniers die Rechte der Beschäftigten respektieren. Sollte es keine Einigung geben, könnten die Spannungen in der Mainzer Gastronomie mit Beginn der Weltmeisterschaft weiter zunehmen.






