11 February 2026, 20:33

Gil Ofarim entschuldigt sich bei Markus Lanz – doch reicht das nach Jahren der Lügen?

Ein Blatt Papier mit der Aufschrift "John Hilton, No. 67, West Smithfield, London"

Gil Ofarim entschuldigt sich bei Markus Lanz – doch reicht das nach Jahren der Lügen?

Gil Ofarim hat sich öffentlich bei Markus Lanz, dem Hotelmitarbeiter, den er fälschlich des Antisemitismus bezichtigt hatte, entschuldigt. Die Entschuldigung erfolgte während eines Auftritts in der RTL-Sendung Punkt 12 und markiert das erste Mal, dass Ofarim sich direkt an den von seinen Vorwürfen betroffenen Mann wandte. Der Sänger hatte zuvor vor Gericht eingeräumt, dass seine Anschuldigung unwahr war.

Der Vorfall begann 2021, als Ofarim ein Video veröffentlichte, in dem er Markus Lanz vorwarf, ihm aus antisemitischen Gründen die Bedienung verweigert zu haben. Später stellte sich heraus, dass die Behauptung falsch war, was für Ofarim rechtliche Konsequenzen nach sich zog. 2024 gestand er in einem Interview mit Moderatorin Katja Burkard bei Punkt 12 ein, welchen Schaden der Mitarbeiter durch seine Falschbehauptung erlitten hatte.

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Ofarim bedauerte die Folgen, die Markus Lanz aufgrund der unwahren Anschuldigung tragen musste. Während einige Zuschauer die Entschuldigung als längst überfällig ansahen – besonders nach Ofarims Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! –, blieben andere kritisch. Markus Lanz selbst äußerte sich in einem Gespräch mit Die Zeit und argumentierte, Ofarim stelle sich trotz des angerichteten Schadens weiterhin als Opfer dar.

Medienberichte beschrieben die Entschuldigung als einen verspäteten, aber notwendigen Schritt. Detaillierte Berichte über breite Reaktionen in den sozialen Medien blieben jedoch aus. Stattdessen lag der Fokus auf der juristischen Aufarbeitung und weniger auf einer fortlaufenden öffentlichen Debatte.

Die Entschuldigung folgt auf Ofarims gerichtliches Geständnis, dass seine Antisemitismus-Behauptung erfunden war. Markus Lanz wies öffentlich zurück, dass Ofarim die volle Verantwortung übernommen habe. Der Fall dreht sich nun vor allem um den rechtlichen Abschluss, während eine weitere gesellschaftliche Aussöhnung unwahrscheinlich erscheint.