05 April 2026, 06:17

Graham Linehan wirft BBC-Serie Doctors gezielte Verunglimpfung vor

Cartoon-Illustration eines verzweifelten Mannes in einem blauen Anzug auf dem Boden liegend und einer Frau in einem gelben Kleid auf einem Stuhl sitzend, die ein Objekt hält, mit Text unten: "Britishia zwischen Tod und den Doctors."

Graham Linehan wirft BBC-Serie Doctors gezielte Verunglimpfung vor

Der Komiker und Autor Graham Linehan wirft der BBC-Serie Doctors vor, eine Figur eingeführt zu haben, die ihn verspotten solle. Im Mittelpunkt des Streits steht Dr. Graham Elton, eine polarisierende Figur in der finalen Staffel der Serie. Linehan behauptet, die Darstellung sei ein gezielter Angriff im Zusammenhang mit seiner öffentlichen Haltung zu Transgender-Themen.

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Die Kontroverse begann, als Linehan auf einen Kommentar zu einer anderen BBC-Produktion, The Capture, reagierte. Dabei verwies er auf Dr. Graham Elton, eine kürzlich in Doctors eingeführte Figur, als Beleg für eine persönliche Kampagne gegen ihn. Laut Linehan ähnelt der Charakter – ein geschiedener, transfeindlicher Arzt – seinem eigenen Leben und seinen Ansichten zu sehr, als dass es Zufall sein könne.

Linehans persönliche Vergangenheit umfasst eine viel beachtete Scheidung von der Schauspielerin Helen Serafinowicz im Jahr 2020. Seine öffentlich geäußerten transfeindlichen Positionen haben ihm erhebliche Kritik eingebracht, darunter die Absage seines Auftritts beim Edinburgh Fringe Festival 2023. Die Figur in Doctors wird – ähnlich wie Linehan – als getrennt lebend und aggressiv transfeindlich dargestellt.

Die BBC stand bereits früher wegen redaktioneller Entscheidungen und Inhalten in der Kritik. Im November trat Generaldirektor Tim Davie nach einer Klage wegen der Bearbeitung einer Rede von Donald Trump zurück; der Prozess dazu soll kommendes Jahr in den USA stattfinden. Auch Serien wie Peaky Blinders lösten Debatten aus, weil sie historische Figuren mit umstrittenen politischen Sympathien zeigten.

BBC Studios wies jeden Zusammenhang zwischen Dr. Graham Elton und Linehan zurück. Ein Sprecher betonte, die Figur sei rein fiktiv und nicht an den Autor angelehnt.

Linehans Vorwürfe verschärfen die bestehenden Spannungen zwischen ihm und dem Sender. Die BBC hält daran fest, dass die Figur in Doctors keine Bezugnahme auf reale Personen darstelle. Der Streit wirft grundsätzliche Fragen über Repräsentation und künstlerische Absicht in Fernsehdramen auf.

Quelle