Greuther Fürths bitterer Abstiegskampf: Eine Niederlage entscheidet über 30 Jahre Tradition
Niklas NeumannGreuther Fürths bitterer Abstiegskampf: Eine Niederlage entscheidet über 30 Jahre Tradition
SpVgg Greuther Fürth steht vor dem direkten Abstieg aus der 2. Bundesliga nach einer 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC. Die Niederlage wirft den Verein auf den vorletzten Platz zurück – und das bei nur noch einem ausstehenden Spiel. Damit ist die fast 30-jährige Zugehörigkeit zu den beiden höchsten Spielklassen ernsthaft gefährdet.
Die Fürther gingen in die Partie mit dem dringenden Bedarf an Punkten, um den Abstieg zu vermeiden, und hatten früh sogar einen Mann mehr auf dem Platz: Josip Brekalo sah in der 32. Minute die Rote Karte, sodass die Gastgeber fast 60 Minuten in Überzahl spielten. Doch den numerischen Vorteil konnten sie nicht nutzen.
Stattdessen übernahm Hertha BSC die Kontrolle – und schrieb dabei Geschichte: Der 16-jährige Kennet Eichhorn traf und wurde damit zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der 2. Bundesliga. Michael Cuisance machte den Sieg in der 84. Minute mit einem Distanzschuss perfekt. Noël Futkeu gelang zwar in der 88. Minute noch der Anschlusstreffer für Fürth, doch die Niederlage war nicht mehr abzuwenden.
Mit der Pleite rutscht Fürth auf Platz 17 ab und liegt nun zwei Punkte hinter Arminia Bielefeld, das aktuell den Relegationsplatz belegt. Düsseldorf und Eintracht Braunschweig haben bereits drei Punkte Vorsprung – bei besserer Tordifferenz. Das letzte Saisonheimspiel der Fürther wird damit zum alles entscheidenden „Finale“: Gegen Fortuna Düsseldorf geht es um alles.
Eine Niederlage im letzten Spiel würde den Abstieg in die dritte Liga besiegeln – erstmals seit 1997. Fast drei Jahrzehnte lang war der Verein ununterbrochen in Bundesliga oder 2. Bundesliga vertreten. Nun hängt der Klassenerhalt von einem unwahrscheinlichen Sieg ab – und von Schützenhilfe aus anderen Spielen.






