Grundschüler fordern mehr Spielplätze und sichere Fußballfelder im Neuwieder Rathaus
Niklas NeumannGrundschüler fordern mehr Spielplätze und sichere Fußballfelder im Neuwieder Rathaus
Eine Gruppe von Grundschülern hat kürzlich ihr Klassenzimmer gegen das Neuwieder Rathaus getauscht. Die Klasse 4b der Kunosteiner Grundschule in Engers nahm an der Initiative "Frag den Bürgermeister" teil – ein Novum für das Programm. Statt dass der Bürgermeister die Schule besuchte, machten sich die Kinder selbst auf den Weg, um die Verantwortlichen zu treffen.
Während des Besuchs brachten die Schüler ihre Sorgen zu Sport- und Freizeitflächen in ihrem Stadtteil vor. Sie fragten Bürgermeister Peter Jung nach dem Zustand der örtlichen Fußballplätze und warum einige Anlagen verschlossen bleiben. Die Kinder wiesen zudem auf den Bedarf an mehr Spielplätzen und Flächen hin, auf denen sie auch außerhalb von vereinbaren Trainingseinheiten Ball spielen können.
Die Gruppe entdeckte entlang der Wege auch giftigen Riesen-Bärenklau und forderte Maßnahmen ein. Jung versprach, die Pflanzen auf allen städtischen Flächen entfernen zu lassen, wo sie auftauchen. Er begrüßte die Ideen der Schüler, erklärte jedoch, dass nicht jeder Wunsch erfüllt werden könne.
Neben den sachlichen Diskussionen erkundeten die Kinder die repräsentativen Räume des Rathauses. Sie trafen Oberbürgermeister Jan Einig und erfuhren von Lars Gehendges, dem Leiter des Bauamts, mehr über Baubestimmungen. Eine Pause im Raiffeisen-Saal mit Getränken und Berlinern schloss sich an, bevor die Schüler das Schloss-Theater besichtigten. Dort äußerten sie den Wunsch, dass Kinderstücke künftig auch im großen Saal aufgeführt werden – und nicht nur im kleineren "Jungen Schloss-Theater".
Der Jugendrat wird nun gemeinsam mit der Verwaltung und lokalen Politikern daran arbeiten, den Zugang zu Sporteinrichtungen zu verbessern. Ihr Ziel ist es, dass Kinder auch ohne Vereinsmitgliedschaft unkompliziert spielen können.
Der Besuch gab den Schülern die Möglichkeit, ihre Anliegen direkt an die Stadtspitze heranzutragen. Ihre Rückmeldungen zu Spielplätzen, Sportangeboten und Pflanzensicherheit werden nun von den Verantwortlichen geprüft. Die Initiative "Frag den Bürgermeister" verleiht jungen Bürgerinnen und Bürgern weiterhin eine Stimme bei kommunalen Entscheidungen.






