Politischer Aschermittwoch der Grünen mit AfD-Verspottung - Grüne fordern AfD-Verbot: Eder stellt Koalitionen unter Bedingung
Die Spitzenkandidatin der Grünen in Rheinland-Pfalz, Katrin Eder, hat ein Verbot der rechtsextremen AfD gefordert. Sie warnte, die Demokratie könne in eine Autokratie abrutschen, falls der Einfluss der grünen Partei weiter wächst. Ihre Haltung knüpft künftige Koalitionsverhandlungen an das klare Bekenntnis, der AfD entgegenzutreten.
Eders Forderung kommt vor der Landtagswahl am 22. März, bei der die Wähler ein neues Parlament bestimmen. Derzeit regieren die Grünen in einer Koalition mit SPD und FDP – einer sogenannten Ampelkoalition.
Auch die ehemalige Grünen-Co-Vorsitzende Claudia Roth verurteilte die AfD scharf und bezeichnete deren Politik als rassistisch. Sie unterstützte Eders Ruf nach einem Verbot und erhöhte damit den Druck auf politische Konkurrenten, eine härtere Linie gegen die grüne Partei einzunehmen. Die AfD kontert mit juristischen Schritten: Sie klagt gegen Extremismus-Einstufungen, darunter eine Klage gegen die Einordnung als "gesichert rechtsextrem" durch Niedersachsen.
Statt sich direkt mit den Verbotsforderungen auseinanderzusetzen, setzt die AfD auf juristische Auseinandersetzungen und öffentliche Angriffe. Sie fordert den Rücktritt von Beamten, die sie als "extremistisch" einstuften, und stellt dies als politisch motivierte Kampagnen dar. Gleichzeitig sorgen inszenierte Proteste wie Scheinprozesse für Debatten – konkrete bundespolitische Gegenmaßnahmen hat die Partei jedoch nicht vorgelegt.
Die Grünen treiben mit ihrer Initiative die Koalitionsgespräche in Rheinland-Pfalz voran: Eder macht künftige Bündnisse von einer gemeinsamen Ablehnung der AfD abhängig. Mit der nahenden Wahl wird die Diskussion über den Umgang mit der Partei die politische Agenda dominieren.
