10 June 2026, 20:16

Grüne prüfen Verbindungen zwischen Christentum und Rechtsextremismus durch Kleine Anfrage

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen-Anfrage

Grüne prüfen Verbindungen zwischen Christentum und Rechtsextremismus durch Kleine Anfrage

Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, um mögliche Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Gruppen und rechtsextremen Strömungen zu untersuchen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender medialer Aufmerksamkeit für konservativ-christliche Bewegungen und deren mutmaßliche Verknüpfungen mit extremistischen Netzwerken. Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF hatten kürzlich Dokumentationen ausgestrahlt, die solche Gruppen kritisch beleuchteten.

In der Kleinen Anfrage fordern die Grünen detaillierte Auskünfte über Umfang, Struktur und Gefahrenpotenzial christlich-fundamentalistischer Milieus mit Extremismusbezug. Namentlich genannt werden Personen wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und der Bundesverband Lebensrecht. Die Partei erkundigt sich zudem nach möglichen Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Meinungsmachern und rechtsextremen Akteuren, Netzwerken oder Parteien – darunter die AfD.

Jäger warf den Grünen vor, konservativ-christliche Positionen moralisch diskreditieren zu wollen, statt eine offene Debatte zu führen. Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, behauptete, die Anfrage diene dazu, künstliche Verbindungen herzustellen und den Einfluss von Lebensschützern sowie christlichen Stimmen in der Politik zu schwächen. Riemenschneider argumentierte, der Vorstoß ziele darauf ab, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.

Die Grünen schlagen zudem politische Maßnahmen vor, um Online-Inhalte mit christlich motiviertem Extremismus zu löschen. Die Anfrage unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen politischen Gruppen und konservativ-christlichen Organisationen in Deutschland. Die Bundesregierung soll nun zu den behaupteten Verbindungen und potenziellen Risiken Stellung nehmen. Die Debatte spiegelt größere Sorgen über den Einfluss religiöser Bewegungen im öffentlichen Leben wider.

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