"Grüne Ufer": Eine unmögliche Liebe zwischen zwei Epochen feiert Bühnenpremiere
Jonas Kraus"Grüne Ufer": Eine unmögliche Liebe zwischen zwei Epochen feiert Bühnenpremiere
Eine neue Bühnenadaption von Gennady Alexejews Roman „Grüne Ufer“ feiert Premiere in Jekaterinburg
Unter der Regie und Bearbeitung von Lilia Bornaschewa vereint das Stück zwei tragisch verbundene Liebende aus unterschiedlichen Epochen: einen sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre und eine Sängerin romantischer Lieder aus der vorrevolutionären Zeit.
Die Handlung basiert auf historischen Begebenheiten. Alexejew schrieb „Grüne Ufer“, nachdem er das Leben von Anastassija Wjalzewa entdeckt hatte, einer gefeierten Sängerin im vorrevolutionären Russland. Berühmt für ihren Reichtum und Ruhm, verdiente sie so viel wie die Legende Fjodor Schaljapin. Im Stück trägt ihre Figur den Namen Ksenija Brjanzewa.
Die Produktion entstand am „Tvary“, einem privaten Theater in Jekaterinburg. Bornaschewa gestaltete sowohl das Drehbuch als auch die Inszenierung und blieb dabei dem melancholischen Ton des Romans treu. Die Erzählung folgt einer unmöglichen Liebesgeschichte, in der beide Protagonisten bis zum letzten Akt nicht überleben. Ihre Wiedervereinigung im Tod hinterlässt eine beklemmende, fast leuchtende Trauer.
Anders als klassische Liebesgeschichten verzichtet „Grüne Ufer“ auf ein glückliches Ende. Stattdessen verweilt der Schluss bei der Thematik des Verlusts und verbindet die Figuren in einem schmerzhaften, doch strahlenden Finale.
Die Premiere markiert die erste Bühnenadaption von Alexejews Roman. Die Aufführungen im „Tvary“ geben dem Publikum Einblick in eine tragische Liebe, die sich über zwei prägende Epochen der russischen Geschichte erstreckt. Die emotionale Wucht und die historischen Wurzeln des Stücks haben in Jekaterinburg bereits Aufmerksamkeit erregt.






