Hagenbad verschärft Regeln nach tödlichen Badeunfällen mit Kindern
Niklas NeumannHagenbad verschärft Regeln nach tödlichen Badeunfällen mit Kindern
Hagenbad GmbH startet neue Sicherheitsinitiative zur Verhinderung von Badeunfällen
Die Hagenbad GmbH hat eine neue Sicherheitskampagne gestartet, um Ertrinkungsunfälle in ihren Schwimmbädern zu verhindern. Die Maßnahmen folgen auf zwei tödliche Unfälle in den vergangenen zwei Jahren, bei denen zwei Kinder im Nichtschwimmerbereich des Westfalenbads ertrunken sind. Strengere Aufsichtsregeln und Aufklärungskampagnen treten nun in Kraft.
Ab dem 1. April müssen Kinder unter 10 Jahren im Westfalenbad sowie in den Hagener Freibädern von einer mindestens 16-jährigen Aufsichtsperson begleitet werden. Jede erwachsene Begleitperson darf dabei höchstens zwei Kinder unter 10 Jahren gleichzeitig beaufsichtigen. Stichprobenartige Kontrollen sollen die Einhaltung der neuen Zugangsbestimmungen sicherstellen.
In zwei getrennten Vorfällen ertranken ein fünfjähriges Mädchen und ein siebenjähriger Junge im Nichtschwimmerbereich des Westfalenbads. Als Reaktion darauf führt die Hagenbad GmbH eine ganzjährige Informationskampagne durch, um auf die Baderegeln und Sicherheit aufmerksam zu machen. Gezielte Sicherheitstage sollen Familien über Gefahrenquellen und Notfallmaßnahmen aufklären.
Das Westfalenbad erweitert zudem sein Schwimmkursangebot: Zwölf neue Einführungskurse sollen Kleinkinder spielerisch an das Wasser gewöhnen. Weitere 35 Kurse decken Anfänger bis zum Silber-Schwimmabzeichen ab. Gleichzeitig müssen Kinder unter 14 Jahren künftig das Bronze-Schwimmabzeichen vorweisen, um ohne Begleitung ins Becken zu dürfen.
Die verschärften Regeln zielen darauf ab, Risiken für junge Schwimmer zu minimieren. Die Sicherheitskampagne der Hagenbad GmbH und die strengeren Aufsichtsrichtlinien sind eine direkte Folge der beiden tragischen Ertrinkungsfälle in den letzten Jahren. Die Änderungen gelten für alle Hallen- und Freibäder in der Stadt.






