Halle (Saale) modernisiert den Weinberg Campus für mehr Forschung und Innovation
Niklas NeumannHalle (Saale) modernisiert den Weinberg Campus für mehr Forschung und Innovation
Halle (Saale) aktualisiert den Bebauungsplan für den Technologiestandort Weinberg Campus
Die Stadt Halle (Saale) passt den Bebauungsplan für ihren Technologiepark Weinberg Campus an, um das Gebiet zu modernisieren und seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Die Änderungen sehen eine Erweiterung des Parks vor und ersetzen veraltete Vorschriften aus dem ursprünglichen Plan von 1998.
Die geplanten Anpassungen betreffen zwei angrenzende Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von rund 26,2 Hektar, die vor allem für Forschung und Verwaltung genutzt werden sollen. Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das ursprünglich für eine größere Siedlung vorgesehen war, wird nun im Rahmen des Verfahrens umgewidmet und neu vermarktet.
Die Stadt führt zudem rechtlich verbindliche Lärmschutzmaßnahmen ein, die für jedes Grundstück zulässige Grenzwerte festlegen und die Rechte benachbarter Wohngebiete wahren. Um den ortstypischen und landschaftlichen Charakter zu bewahren, wird eine maximale Bauhöhe von 25 Metern vorgeschrieben.
Nach dem neuen Plan sind Produktions- und Vertriebsaktivitäten, die mit der Forschung verknüpft sind, ausdrücklich erlaubt – Unternehmen können sich so vor Ort erweitern, ohne umziehen zu müssen. Die Stadt versichert, dass die Änderungen den städtischen Haushalt nicht belasten werden, da die Einnahmen aus dem Verkauf der Baugrundstücke die Kosten decken.
Ein 2018 eingereichter Antrag für einen 1.900 Quadratmeter großen Einzelhandelsgroßmarkt war vom Stadtrat abgelehnt worden; auch der aktuelle Entwurf schließt großflächige Einzelhandelsprojekte aus. Die endgültige Entscheidung über die Veröffentlichung der Änderungen trifft der Rat am 24. Juni 2026.
Der aktualisierte Bebauungsplan bringt den Weinberg Campus in Einklang mit aktuellen Bau-, Planungs- und Immissionsschutzvorschriften. Er soll forschungsnahe Unternehmen fördern und gleichzeitig den Charakter des Gebiets bewahren. Die Abstimmung des Rates im nächsten Jahr wird über die weiteren Schritte entscheiden.
