Halles Bürgerparlament fordert mehr Geld für Schulen und Kitas durch Losentscheid
Niklas NeumannHalles Bürgerparlament fordert mehr Geld für Schulen und Kitas durch Losentscheid
Bürgerparlament in Halle: Zufällig ausgewählte Einwohner debattieren über Schulen und Kitas
In Halle fand kürzlich ein lokales "Bürgerparlament" statt, um über die Zukunft von Schulen und Kindertageseinrichtungen zu diskutieren. Fünfzehn Einwohner zwischen einem und 66 Jahren wurden per Losverfahren ausgewählt, um die Vielfalt der Stadt widerzuspiegeln. Die Veranstaltung markierte den Auftakt der Kampagne "Revolutionstage", organisiert von der Gruppe "Neue Generation".
Das Treffen wurde im Bildungszentrum der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) abgehalten. Die Teilnehmer forderten, Mittel aus dem Infrastruktur- und Klimahaushalt der Stadt umzuschichten – zugunsten der Bildung. Ihre Forderungen sollen nun in einem kommenden Gespräch an Katharina Brederlow, die Hallesche Bildungs- und Sozialdezernentin, herangetragen werden.
Die "Neue Generation", Nachfolgerin der "Letzten Generation", präsentierte das Bürgerparlament als direkte Alternative zum Deutschen Bundestag. Die Bewegung kritisiert das nationale Parlament als "Lobbyisten-Parlament" und setzt stattdessen auf basisdemokratische Entscheidungsfindung.
Die Initiative geht weiter: Vom 17. bis 19. April 2026 findet das erste "Offene Bürgerparlament" digital statt. Dort wird die Frage diskutiert: "Wie nah sind wir dem Faschismus?"
Das Hallesche Treffen ebnete den Weg für weitere Debatten zu lokalen und nationalen Themen. Die Organisatoren sicherten sich ein offizielles Gespräch mit Stadtvertretern, um ihre Vorschläge vorzustellen. Gleichzeitig wird das digitale Parlament im nächsten Jahr den Fokus der Bewegung auf übergeordnete politische Fragen ausweiten.






